Landkreis - In der Weser-Ems-Liga der Frauen hat es die Handballerinnen des TV Neerstedt II im Abstiegskampf am letzten Spieltag doch noch erwischt. Dagegen schaffte die HSG Harpstedt/Wildeshausen den Klassenerhalt.
TSG Hatten-Sandkrug - HSG Hude/Falkenburg II 37:12 (16:6). In einer schwachen und für beide Seiten bedeutungslosen Partie Begegnung schickten die Gäste nur ihre Drittvertretung, da die zweite Mannschaft auf Abschlussfahrt weilte. Von Beginn an übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando, und Goalgetterin Lea Hillmer warf gleich eine 4:0-Führung heraus. Das Team vom HSG-Trainer Thomas Noske wehrte sich zwar tapfer, war den Sandkrugerinnen aber in allen Belangen unterlegen. Vor allem im Spielaufbau zeigte sich das Team von TSG-Coach Grzegorz Goscinski klar überlegen, hier waren besonders die Anspiele aus dem Rückraum an den Kreis sehenswert, die von Lisa Rangnick immer wieder sicher verwandelt wurden. So setzte sich die TSG nach einem Kontertor von Anne Schmidt zum 14:4 (26.) erstmals mit zehn Toren ab und baute Führung über 22:9 (Jana Janßen/42.) und 32:10 zum klaren Kantersieg aus.
Wilhelmshavener HV - TV Neerstedt II 25:17 (14:11). Nach dieser Niederlage in einer emotionsgeladenen Begegnung muss das Team von TVN-Trainerin Cordula Schröder-Brockshus den bitteren Gang zurück in die Regionsoberliga antreten. Doch wusste Betreuer Stefan Große-Knetter, dass es nicht an diesem Spiel gelegen hat: „Wir haben bereits in den vergangenen Spielen zu viele Punkte gegen Mannschaften liegen lassen, die wir nie hätten verlieren dürfen.“ Die Neerstedterinnen starteten extrem schwach und lagen schnell mit 1:5 (10.) zurück. Danach zeigten die Gäste großen kämpferischen Einsatz und ließen die Gegner nicht weiter davonziehen. Nach dem Seitenwechsel blieb Neerstedt bis zum 16:20 (48.) auf Tuchfühlung. Doch in der verbleibenden Zeit verlor das Team durch einige nicht nachvollziehbare Entscheidungen der Unparteiischen gegen beide Mannschaften völlig die Linie. Torhüterin Meike Meyenburg wurde in dieser Phase zum Pechvogel des Spiels. Nach einer Hinausstellung sollte sie wieder eingewechselt werden, doch unterlief ihr ein Wechselfehler, der eine erneute Zeitstrafe zur Folge hatte. Diese Überzahl nutzten die Jadestädterinnen konsequent und setzten sich entscheidend ab.
Tura Marienhafe - HSG Harpstedt/Wildeshausen 19:25 (9:7). Mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte drehte die HSG das entscheidende Spiel um den Klassenverbleib und zählt in der aktuellen Tabelle zu den geretteten Mannschaften. In der ersten Halbzeit ließen sich die Schützlinge von Trainer Udo Steinberg eine vielversprechende 6:3-Führung durch zahlreiche Eigenfehler aus den Händen reißen. Steinberg versuchte, sein Team in der Kabine wieder wach zu rütteln – mit Erfolg. Denn nach dem Seitenwechsel stand eine hoch motivierte HSG-Truppe auf dem Feld. Sarah Oehlerking erzielte bereits nach wenigen Minuten den 11:11-Ausgleich, kurze Zeit später gelang Anna Görke mit dem 14:12 (40.) die erste Zweitoreführung. Beim 19:14 sieben Minuten vor dem Ende war dann eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste gefallen.
