Cloppenburg/Garrel - Schwere Auswärtsaufgaben haben die beiden Handball-Oberliga-Mannschaften des TV Cloppenburg zu bewältigen. Für die Frauen des BV Garrel ist HSG Bützleth/Drochtersen ziemlich unbekannt.

Handball Oberliga Nordsee Männer, TV Bissendorf-Holte - TV Cloppenburg (Sonntag, 17 Uhr, Halle Werscher Straße 24). Zwei Siege zum Start in die Saison – nun folgt die nächste Herausforderung für den TVC, die beim Vizemeister der vergangenen Saison nicht ohne sein dürfte. So sieht es auch Torsten Landwehr, der Lennart Witt – wird nach seiner Schulterverletzung höchstens sporadisch als Spieler aufteten – bei der Betreuung des TVC unterstützt und warnt.

„Unser Gegner leistet eine exzellente Jugendarbeit und besitzt trotz einiger Abgänge weiter einen starken Kader“, sagt Landwehr. Den körperlich sehr großen und starken Rückraum will der TVC im Angriff, gesteuert von Jannis Koellner und mit einem starken Kreisläufer Ole Harms, viel in Bewegung halten und so zum Erfolg kommen. Bis auf Marc Schulat und eben Witt stehen alle Spieler zur Verfügung, wobei Landwehr sich sehr freut, dass Julius Becker beruflich bedingt in der Nähe bleibt und sein Studium noch aufschiebt. „Da haben wir mit Julius einen jungen, exzellenten und hochtalentierten Linkshänder im Team, an dem wir noch viel Freude haben werden“, sagt Landwehr.

Bei den Gastgebern, die mit einem 38:27-Heimsieg gegen den VfL Fredenbeck II gestartet sind und beim ATSV Habenhausen 30:31 verlor, sind mit Louis Kamp (zum VfL Edewecht) und Steffen Brüggemann (zur HSG Barnstorf/Diepholz) zwei starke Akteure innerhalb der Oberliga gewechselt. Torwart Colin Räbiger musste, da sein Zweitspielrecht wegen einer Änderung im Regelwerk nicht verlängert werden konnte, zurück zur Reserve des Bundesliga-Aufsteigers GWD Minden in die Dritte Liga wechseln.

Frauen, BV Garrel - HSG Bützfleth/Drochtersen (Samstag, 17.30 Uhr, Halle St.-Johannes-Straße). Kurz abwarten, aber den Gegner dann möglichst schnell in den Griff bekommen, so lautet die Devise beim BV Garrel. Denn der Gast und Neuling ist ziemlich unbekannt, konnte mit guten Leistungen gegen den TV Dinklage (20:22) und VfL Oldenburg III (24:28) überzeugen. Aus Sicht des Neulings war die zweite Heimniederlage ärgerlich, denn nach einem 11:14 zur Pause drehte die HSG dank einer nun defensiveren Abwehr die Partie, führte 21:19, ehe den Spielerinnen um die starke Torhüterin Jennifer Haack und Haupttorschützin Jessica Pye die Kraft ausging.

Garrel, das aufgrund von Verlegung und einem Spielausfall erst eine Partie absolviert hat, nutzte die Zeit, um eine Grippewelle auszukurieren. So ist außer den langzeitverletzten Laura Lissewski und Tina Deeben nur der Einsatz von Milena Markus (Schulterprobleme) und Lena Faske, die eventuell beruflich bedingt fehlt, fraglich. Gut vorbereitet sei die Mannschaft, wie Maike Deeben betont, und will ihr Spiel durchsetzen. Dann spielt es auch keine Rolle, kaum etwas über den Gegner zu wissen.

TV Dinklage - TV Cloppenburg (Samstag, 18.30 Uhr, Halle Schulstraße). Nach guten Heimspielen und zwei Siegen folgt nun nach dem Auftritt beim VfL Stade die nächste schwere Auswärtsaufgabe. „Dinklage gehört für mich zu den drei stärksten Mannschaften der Liga. Dinklage ist sehr homogen und ist punktuell noch verstärkt worden“, sagt TVC-Trainer Theo Niehaus. Davon hat er sich überzeugen können, als er Dinklage beim Auftritt im Spitzenspiel bei der HSG Hude/Falkenburg beobachtete. „Ein ungewöhnliches Spiel“, lautet sein Fazit. Der TVD führte nach 40. Minute 20:14, ehe die HSG mit einer offensiveren Abwehr fünf Tore in Folge erzielte und noch 26:24 gewann.

Eigentlich hätte Dinklage gewinnen müssen, so Niehaus, der aber keinen Grund sieht, vor Ehrfurcht zu erstarren. „In den beiden vergangenen Jahren haben wir in Dinklage viel zu wenig Gegenwehr gezeigt. Ich hoffe, das ändert sich diesmal“, sagt Niehaus. Fraglich ist der Einsatz von Laura Lübbe und Inka Bosmann, die beide umgeknickt sind. Auf der zentralen Position stünden Eugenia Maier oder Lena Büssing bereit.