Ahlhorn/Rohrbach - Die Auslosung im November ergab, dass auf die Frauen des Bundesligateams vom Ahlhorner SV ein harter Brocken wartet. Am Wochenende wird es nun soweit sein: Die amtierenden Deutschen Meister treten beim M-TEC Frauen Faustball-Europapokal im österreichischen Rohrbach gegen den deutschen Titelverteidiger TSV Dennach an. Ebenfalls an den Start gehen der Meister aus Österreich, die Union Raiffeisen DIALOG telekom Arnreit sowie der Schweizer Meister vom STV Oberentfelden-Amsteg.

Gegen Dennach hatte die Mannschaft von Trainerin Edda Meiners zuletzt stets Niederlagen einstecken müssen, so dass man sich selbst klar in der Außenseiterrolle dieser Begegnung sieht. „Mit Sonja Pfrommer, Anna-Lisa und Annkatrin Aldinger hat der TSV gleich drei amtierende Europameisterinnen im Aufgebot. Insbesondere die überragende Angreiferin aufseiten der Schwäbinnen macht den großen Unterschied. Unser Ziel ist es, uns nicht unter Wert zu verkaufen“, gibt Rekordnationalspielerin Janna Köhrmann die Marschroute vor.

Um 14 Uhr fällt am Sonnabend beim Halbfinale der Startschuss für den Ahlhorner SV. Im anschließenden Spiel (16 Uhr) kämpfen Union Arnreit und STV Oberentfelden-Amsteg um den Einzug ins Finale. Dort gilt der österreichische Staatsmeister als Favorit der Begegnung.

Am Sonntag stehen das Spiel um Platz drei (10 Uhr) sowie die Finalbegegnung (12 Uhr) auf dem Programm.

Drei Jahre ist es her, dass sich der Ahlhorner SV auch in der Hallenrunde auf internationaler Bühne präsentieren durfte. Seitdem hat die Mannschaft, die acht Jahre in Folge Deutscher Meister wurde, einige personelle Veränderungen hinter sich. „Dass wir dennoch im vergangenen März diesen Erfolg (Deutsche Meisterschaft) feiern durften, hätten wir so nicht für möglich gehalten“, so Köhrmann weiter.

Für einige Spielerinnen wird dies folglich der erste Halleneuropacup sein. Dass man ungern mit leeren Händen zurück ins Oldenburger Land kehren möchte, ist für den ASV klar: „Ein Sieg sollte irgendwie her, um am Ende zumindest den Gewinn einer Medaille feiern zu können“, wünscht sich Zuspielerin Köhrmann für ihr Team.

Erst am vergangenen Sonntag hatten die Ahlhornerinnen beim Punktspieltag in Schülp eine erfolgreiche Generalprobe absolviert, als man zwei Siege erkämpft und insgesamt eine solide Leistung abliefert hatte.

Gut vorbereitet und ohne Verletzungssorgen fiebern die Spielerinnen nun dem Top-Event in Österreich entgegen.

Da Trainerin Edda Meiners verhindert ist, wird Männer-Coach Thomas Neuefeind als Betreuer dabei sein. „Eine Ausnahme“, ergänzt Neuefeind. Einen weiteren Grund gibt es dennoch: Seine Tochter Pia wird auch auf dem Spielfeld stehen. Zudem treten Imke Schröder, Sarah Reinecke, Jacqueline Zaddach, Sandra Wortmann, und Janna Köhrmann in Österreich für den ASV an.