Bookholzberg - Mit einer geballten Faust und einem lauten „Ja“ freute sich Trainer Sven Engelmann über den Sieg im Handball-Landesliga-Derby: In einem intensiven, kampfbetonten und bis zum Ende hoch dramatischen Spiel kam die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gegen die TS Hoykenkamp vor 250 Fans zu einem hauchdünnen 29:28 (12:13)-Erfolg.

In diesem Spiel auf Augenhöhe wechselte die Führung häufig. Zunächst bestimmten die Abwehrreihen mit den starken Keepern Arne Klostermann und später Jan-Bernd Döhle auf HSG-Seite und Kay Uwe Paschke bei der TSH das Spielgeschehen. Nach einem tollen Beginn der HSG mit drei Toren in Folge durch Oldie Werner Dörgeloh nutzten die Hoykenkamper eine kurze Schwächephase der Gastgeber, erzielten sechs Tore in Folge zum 4:7 bei einem weiteren Gegentreffer von Dörgeloh. Die Turnerschaft ließ danach aber mehrere klare Chancen liegen, und sofort war die Engelmann-Sieben da.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber in Behrens und Pintscher ihre stärksten Kräfte, die die Hoykenkamper Deckung kaum in den Griff bekam. Die Hausherren nutzten jede Chance: Sie setzten sich durch Treffer von Buß, Pintscher (je 2) und einem Konter von Biedermann auf 24:21 (51.) ab. Sofort konterte Hoykenkamp und kam durch Spille und Kirchhof heran. Die bissige und sehr harte HSG-Deckung verteidigte diesen knappen Vorsprung. Dabei hatte das Team von Coach Frank Kessler den Ausgleich mehrfach in den Händen, doch entweder standen Döhle mit tollen Paraden oder die kämpferische HSG-Abwehr im Weg. Eine Minute vor dem Ende verlor die Turnerschaft durch eine Fehlabgabe den Ball, und Marcel Janorschke netzte nach einem Konter zum 29:27 ein. Doch sofort im Gegenzug erzielte Tim Streckhardt den Anschlusstreffer. Nach Ballverlust der HSG kam die Kessler-Sieben zu einem finalen, zu hastigen Angriff, der nichts mehr einbrachte. „Meine Mannschaft hat toll gekämpft, auch wenn es am Ende etwas chaotisch war“, sagte HSG-Coach Sven Engelmann.

Für die Hoykenkamper ist die knappe Niederlage ein herber Rückschlag im Aufstiegskampf. „In diesem Spiel war unsere erneut mangelhafte Chancenverwertung ausschlaggebend. Der Knackpunkt war unsere doppelte Überzahl, in der wir zwei Tore kassierten. Auch die Deckung stand phasenweise zu passiv. Zudem war mehr Siegeswillen beim Gegner zu spüren, obwohl meine Mannschaft nie aufgegeben hat“, erklärte TSH-Coach Frank Kessler.