HEIDELBERG - Keine neuen Erkenntnisse erhielt Gewichtheber-Olympiasieger Matthias Steiner am ersten Verhandlungstag darüber, wie es zu dem tödlichen Unfall seiner Frau im Juli 2007 gekommen ist. Der 57-jährige Angeklagte schwieg vor dem Amtsgericht Heidelberg weitgehend. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Tötung vor. Er habe den Unfall durch „extreme Unaufmerksamkeit“ verschuldet.

Im Prozess wurde deutlich, dass der Wagen des Angeklagten „aus dem Nichts auftauchte“, so ein Zeuge, und dann frontal in den Wagen von Susann Steiner raste. Der Fahrer war weder betrunken noch soll er deutlich zu schnell gefahren sein. Nach Angaben des technischen Sachverständigen sei der Wagen mit etwa 90 Stundenkilometer gefahren – erlaubt waren 70 –, als es zum Zusammenstoß kam. Ein Urteil in diesem Prozess soll am 3. Dezember gefällt werden.