Heidmühle - Auf die Frage, ob er an diesem Freitagabend eine zweite Dose Eisspray am Spielfeldrand stehen hat, kann Daniel Oleksyn, Trainer des Fußball-Bezirksligisten Heidmühler FC, lachen. Tatsächlich erwartet der Coach ab 20.30 Uhr ein hart geführtes Spiel gegen Blau-Weiß Bümmerstede. Aus dem Mund des Trainers klingt das allerdings so: „Das Spiel wird von der Physis geprägt sein.“ Und er schiebt nach: „Das wird ekelig.“
Johannes Wielspütz liebt es
Tatsächlich spricht die Erfahrung vergangener Punktspiele aus dem Coach. Zwar gab es in der abgelaufenen Saison keine Begegnung gegen die Oldenburger, aber die Duelle waren immer kampf- und körperbetont. „Genau das Richtige für Johannes Wielspütz. Der liebt das“, sagt Oleksyn und weist nicht nur indirekt darauf hin, dass auch in seiner Mannschaft der eine oder andere Haudegen auf dem Feld steht. Den Schneid abkaufen lassen? Das kommt für die Heidmühler nicht in Frage.
Trainer Oleksyn steht vor der Qual der Wahl
Ärgerlich ist für den HFC-Coach indes, dass das Spiel am vergangenen Freitag ausfallen musste. Die Flutlicht-Anlage des Gegners Heidkrug war defekt. Oleksyn versuchte zwar noch, einen Testspielgegner zu finden, doch auf die Schnelle ließ sich nichts organisieren. Der Rhythmus ist dahin, die Motivation nicht. Und auch der Kader füllt sich so langsam wieder in dem Maße, dass der HFC-Trainer an diesem Freitag wohl erstmals gezwungen sein wird, einen Spieler hinter der Seitenbande zu lassen. „Das ist zwar nicht schön, gehört aber auch zur Stellenbeschreibung“, sagt Oleksyn über die undankbare Aufgabe. 21 Fußballer darf er für die Begegnung gegen Bümmerstede nominieren. Auf der Kippe steht der Einsatz von Aaron Siebert und Lennart Brunet. „Bei beiden werde ich das Aufwärmen abwarten.“ Erstmalig könnten die Neuzugänge Jonas Vogelsänger und Max Sperling zum Einsatz kommen. Und auch für den Langzeitverletzten Claas Roschke ist die Zeit des Comebacks gekommen.
