Hamburg - Markus Gisdol hat den Hamburger SV wieder zu einer kleinen Hausmacht gemacht. „Wir wollen das zur Festung ausbauen“, kündigte Sportdirektor Jens Todt am Montag mit Blick auf die nächste Bundesliga-Partie am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach an. Schon im Pokal habe der HSV trotz des Ausscheidens gegen Gladbach besser gespielt als beim 1:0 (0:0) gegen Hertha BSC. „Ich finde, wir sind vorangekommen“, sagte Todt, der nicht nur auf die Platzierung mit Relegationsrang 16 schaut. Immerhin ist der HSV seit sechs Liga-Heimspielen ungeschlagen.
Der Verein kennt den anstrengenden Abstiegsdruck und vertraut in Gisdols Fähigkeiten. Ohne öffentliche Nebengeräusche soll der Coach einen neuen Vertrag bekommen. „Wir sprechen miteinander. Beide Seiten sind daran interessiert, weiter zusammen zu arbeiten“, erklärte Todt. Gisdol (47) würde mit dem abstiegsgefährdeten HSV auch in die 2. Liga gehen.
Nach derzeitigem Leistungsstand spricht vieles dafür, dass der Club sich rettet. Die Stimmung im Team ist so gut wie seit Jahren nicht.
Bestes Beispiel ist Aaron Hunt, der nach langem Reservistendasein aufblüht. Todts Sonderlob: „Die Spielleistung ist top. Er hat niemals etwas Negatives ausgestrahlt.“ Möglicherweise behält der HSV den 30-Jährigen, der sich trotz Vertrags bis 2018 im Winter schon in die Türkei absetzen wollte. Auch den Ausfall von Mergim Mavraj (Sehnenanriss im Knie) fängt die Mannschaft auf. Jungstar Gideon Jung zerreißt sich auf der Position.
