Oldenburg - Es ist nicht nur das Duell Siebter gegen Sechster, sondern auch die Generalprobe vor dem Pokal-Halbfinal-Kracher am 18. Februar in Oldenburg. Wenn die EWE Baskets an diesem Samstag (20.30 Uhr) bei den Riesen Ludwigsburg antreten, wollen die Gäste um Trainer Pedro Calles in der Basketball-Bundesliga die erste Duftmarke setzen – und auch abseits des Parketts sollen die Oldenburger und die Süddeutschen in Konkurrenz stehen.
Der Blick des Trainers
„Wir müssen uns auf einen sehr athletischen Gegner vorbereiten, der schnell spielen wird. Die Athletik und physische Spielweise muss man auf die eigene Art matchen und mit der Aggressivität der Defensive umgehen“, weiß Calles vor dem Duell beim Tabellensiebten, der mit einer Bilanz von 9:6 Siegen gut dasteht (Oldenburg: 10:6). Allerdings haben die Riesen von den vergangenen sechs Partien nur zwei für sich entschieden. Das heißt aber nichts, vor allem in eigener Halle. Denn dort sind die Ludwigsburger eine Macht. Bis auf den Heimauftakt gegen Aufsteiger Rostock haben die Baden-Württemberger alle sechs Spiele vor heimischem Publikum gewonnen. Dabei wurden auch Spitzenteams wie München und Bonn mit Niederlagen nach Hause geschickt.
Der Gegner
Denn trotz Veränderungen auf und neben dem Parkett hat sich an der Art und Weise, wie in Ludwigsburg Basketball gespielt wird, nicht viel verändert – griffige Defensive bei hoher Intensität. Nach dem Abgang von John Patrick (2013 bis 2022) nach Japan beförderten die Riesen seinen ehemaligen Co-Trainer Josh King (2018 bis 2021) in den Chefsessel. Unterstützt wird der US-Amerikaner von David McCray, der bereits in der vergangenen Saison bei den Ludwigsburgern als Assistenz-Coach arbeitete und von 2015 bis 2019 für die Barockstädter in der Bundesliga gespielt hatte. Die Ludwigsburger Basketball-DNA hat sich auf der Bank also ebenso wenig verändert wie auf dem Feld. In Johannes und Jacob Patrick, Jonathan Bähre und Yorman Polas Bartolo stehen nämlich vier Spieler in der engeren Rotation, die bereits in der vergangenen Saison unter Vertrag standen und diese Identität und Mentalität verkörpern.
Die Baskets-Probleme
Personell haben die Oldenburger indes aktuell Probleme. Kenneth Ogbe und der nachverpflichtete Rihards Lomazs fallen längerfristig aus. Max DiLeo war zuletzt angeschlagen, hatte die beiden jüngsten Partien zwar auf der Bank gesessen, aber nicht gespielt. Davor hatte schon Bennet Hundt den Club Richtung Heidelberg verlassen. „Unsere personelle Situation unterscheidet sich nicht von der vor dem Bonn-Spiel“, sagt Oldenburgs spanischer Trainer. Im Rheinland spielten die Baskets zunächst gut mit, brachten sich durch frühe Foulprobleme aber zusätzlich ins Hintertreffen. Calles forderte nach dem Spiel (79:108) deswegen mehr Disziplin, um den Matchplan durchzuhalten.
Die Baskets-Lösung
Ludwigsburg hatte im Saisonverlauf ebenfalls nachgebessert. In Ben Shungu und Isaiah Whitehead gingen zwei Spieler, Shonn Miller und Will Cherry kamen. Und damit nicht genug. Die Riesen wollen mit Matt Mooney (spielte zuletzt in der Türkei) nachlegen. Doch laut „Stuttgarter Nachrichten“ gibt’s noch einen Interessenten. Richtig: die Oldenburger. Ist er vielleicht die neue Baskets-Lösung im personellen Engpass?
