Ganderkesee - Knapp 1900 Sportler und Hunderte von Zuschauern: Während der Pfingsttage wurde die Anlage am Donnermoor in Ganderkesee erneut zum Mekka des Reitsports. Dutzende von Helfern sorgten hinter den Kulissen dafür, damit sich Sportler und Zuschauer wohl fühlten. „Das neue Vorstandsteam ist bereits perfekt eingespielt“, freute sich André Jonker, Vorsitzender des Reitervereins (RV) Ganderkesee.

Wegen des großen Arbeitsaufwands wollte der Verein vom Donnerstag eigentlich etwas abrücken und bot drei Prüfungen weniger an. „Trotzdem ging die Zahl der Nennungen nur leicht zurück“, so Jonker. Also musste der Verein wieder den Donnerstag anbieten. „Es gibt rund 30 Turniere weniger in Niedersachsen“, versuchte der RV-Chef den Bedarf zu erklären.

Fast 35 Freiwillige waren beim Aufbau dabei. Für die Gastronomie im Zelt zeichneten Christian Schuknecht für die Getränke-Theke und Herwig Logemann für die Kaffee- und Kuchen-Bar verantwortlich. Ein Team von 20 Helferinnen und Helfern leistete angesichts der hohen Temperaturen Schwerstarbeit.

Als Parcourschef war erneut Werner Tapken gefragt. Der 41-jährige Springreiter aus Almsloh stellt seit sieben Jahren beim Pfingstturnier am Donnermoor die Hindernisse. Seit fünf Jahren trägt er die Verantwortung. „Ich möchte eigentlich einen fairen Parcours bauen“, formuliert der frühere Nikolausdorfer seine Ansprüche. Tapken, der auch einen Hindernis-Verleih betreibt, baut bei gut zehn Turnieren im Jahr den Parcours auf – so etwa in Lastrup, Ahlhorn oder Vechta.

Gut zwei Wochen vor jedem Turnier sieht er sich Zeiteinteilung und Startlisten an. Für das Pfingstturnier hatte er sich 15 verschiedene Skizzen gemacht. Viele Helfer packten im Parcours beim Aufbau der Hindernisse mit an. „Man kennt sich“, so Tapken, der zwischen den Prüfungen die Zeit zum Schnack mit Größen wie Ulrich Kirchhoff, zweifacher Olympia-Sieger 1996 in Atlanta, Lokalmatadorin San­dra Auffarth oder Top-Springreiter Rolf Moormann (Ahlhorn) nutzte. „Alle sind eingespielt“, bestätigte auch Pressewartin Melanie Hupasch.

Pünktlich zum Großen Preis setzte am Pfingstsonntag allerdings ein Gewitter mit starkem Regen ein. Ulrich Kirchhoff trat zum S-Springen nicht mehr an; Hendrik Sosath verzichtete auf das Stechen, „Da mussten wir nach vier supertollen Tagen eine bittere Pille schlucken“, bilanzierte RV-Vorsitzender Jonker.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent