Hengsterholz - Für den TSV-Hengsterholz steht im nächsten Jahr ein besonderes Datum an: Der Verein feiert am 7. Mai 2021 sein 100-jähriges Bestehen. Wie das Jubiläum begangen werden soll, wurde in der Jahreshauptversammlung am Dienstag im Sportlerheim in Hengsterholz besprochen. „Wir haben einen Festausschuss gebildet und sind mit der Vorarbeit gestartet“, berichtete Meike Saalfeld, Schriftführerin des Vereins.

Klar ist bereits, dass es am Gründungstag eine große Festveranstaltung geben soll. Eine weitere Feier ist für den Sommer geplant. „Ein Hobbymarkt und ein Kinderspielfest sind in Vorbereitung“, berichtete Meike Saalfeld. Außerdem sollen Aktionen, die sich ohnehin im Veranstaltungskalender des TSV befinden, im Jubiläumsjahr etwas größer gestaltet werden.

Schon jetzt kann der Turn- und Sportverein seine historische Vereinsflagge wieder präsentieren. Die Flagge, die kurz nach der Gründung angeschafft wurde, lagert laut Meike Saalfeld normalerweise in einem Schrank. Auf diese Weise soll sie vorm Ausbleichen geschützt werden. Herwig Müller, Ehrenvorsitzender des Vereins, habe die Flagge abfotografiert und die Bilder auf Leinwand gezogen, berichtete Saalfeld. „Jetzt können wir die Flagge immer hängen lassen.“

Die Vereinsflagge besitzt nicht nur wegen ihres Alters einen besonderen Wert, auch ihre Geschichte ist außergewöhnlich. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs habe ein amerikanischer Soldat die Flagge mitgenommen, erzählt Meike Saalfeld. Vor ein paar Jahren habe der Verein sie von seinen Kindern für einen kleinen Obolus kaufen können. In gutem Zustand kam die Flagge zurück nach Hengsterholz: „Der Soldat hatte sie gut weggepackt.“

In der Versammlung des Vereins standen auch Berichte der einzelnen Abteilungen und Wahlen an. Britta Brand-Kubitza wurde als Fachwartin fürs Turnen bestätigt. Und Eduard Grube bleibt weiterhin Fachwart für Tischtennis.

Auch Ehrungen standen auf dem Programm. Meike Saalfelds Tochter Sarah Saalfeld erhielt eine Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein. Kurioserweise ist die junge Frau erst 25 Jahre alt. Oma Erika Saalfeld sei Frauen-Wartin des Vereins gewesen und habe ihre Enkelin gleich nach der Geburt angemeldet, berichtete Meike Saalfeld. Die Familie prägte die Vereinsgeschichte mit: Der Urgroßvater sei einer der Gründer gewesen.

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee