Halen - Die Verleihung des Goldenen Reitabzeichens der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) an den 20-jährigen Henry Vaske aus Halen, der für die RG Klein Roscharden als Springreiter startet, war für ihn ein sehr bewegender Moment. Die Auszeichnung überreichte dem Halener Claus Bergjohann, Vorsitzender des Pferdesportverbandes Weser-Ems.
Der Nachwuchsreiter absolviert zurzeit im zweiten Lehrjahr eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Henry Vaske hat spät damit angefangen, turniermäßig zu reiten. „Ich habe erst lieber Fußball gespielt“. Dort brachte es Vaske in der B-Jugend bis in die Bezirksliga.
Heute sagt der Reiter: „Papa hat Recht gehabt. Der Junge kann besser reiten als Fußball spielen.“ Eine Einsicht, die Henry Vaske sich nicht zu spät zu eigen machte. Er begann „richtig zu reiten“ und nahm Abschied vom „Rumjuckeln“ auf einem Pony auf dem elterlichen Hof.
Vor drei Jahren bei der Landesmeisterschaft des Pferdesportverbandes Weser-Ems in Cloppenburg fing er an „richtig zu reiten“. „Da bin ich mein erstes M/A-Springen geritten“, ist er heute noch stolz auf die Leistung von damals. Inzwischen hat der Junge Reiter bereits 15 Springen der schweren Klasse für sich entschieden. Für diese Zahl brauchen andere Reiter viel, viel länger – wenn sie es überhaupt mal so weit bringen.
Henry Vaske benötigte für die Auszeichnung rund zweieinhalb Jahre. Zehn Siege in der Klasse S reichen für das Goldene Reitabzeichen. Zwölf S-Siege brachte er im Sattel von Quinaro nach Hause, darunter drei Siege in Springen der Klasse S**.
„Meinen ersten S-Sieg in Bonn-Bad Rodderberg verdanke ich Quinaro“, erinnert sich Vaske noch genau an den Erfolg im Schatten des Siebengebirges. Das erste S**-Springen beendete er 2011 beim Salut-Festival Aachen erfolgreich, das zweite in diesem Jahr in Lastrup und das dritte ebenfalls in diesem Jahr bei den „Future-Champions“ in Hagen a. T.W.
„Hagen war für mich mein bis heute wichtigster Erfolg, denn danach wurde ich für die Europameisterschaft der Jungen Reiter in Spanien nominiert. Das war zwar sehr schön, dort teilnehmen zu dürfen. Aber mit meinen Leistungen war ich dann nicht so zufrieden“, würde sich Vaske freuen, wenn er 2014 noch einmal für eine Europameisterschaft nominiert würde. „Das ist mein größter Traum“, sagt Vaske.
