Jever/Zetel - In der Handball-Landesliga sind beide Teams der HSG Neuenburg/Bockhorn am Sonnabend leer ausgegangen. Derweil mühten sich die Frauen der HG Jever/Schortens zu einem Heimsieg.

Frauen: HG Jever/Schortens - TV Neerstedt 21:20. Angetreten ohne fünf Stammspielerinnen, tat sich das junge Team von HG-Trainer Markus Dröge vor heimischer Kulisse schwer mit der Favoritenrolle und einem Gegner, der unbedingt den zweiten Saisonsieg einfahren wollte. Lange hing in einer stets engen, aber wenig berauschenden Partie aus Sicht des gastgebenden Tabellenzweiten der sechste Sieg im sechsten Spiel am seidenen Faden.

Zwar lagen die HG-Spielerinnen meistens knapp vorne, doch ließen sich die Neerstedterinnen nicht abschütteln und lagen in der Schlussphase sogar plötzlich mit 19:18 und 20:19 in Front. Doch die Friesländerinnen behielten die Nerven, gingen ihrerseits mit 21:20 in Führung und brachten den Vorsprung mit Glück und Geschick über die Zeit. „Wir haben uns vorne zu viele individuelle Fehler geleistet und waren angesichts der Ausfälle etwas verunsichert“, analysierte HG-Betreuerin Birgit Graalfs.

HSG Neuenburg/Bockhorn - BW Lohne 18:32. Nach der neuerlichen hohen Niederlage in einem Kellerduell steht das Schlusslicht aus Neuenburg nun als einziges Team noch ohne Punktgewinn da. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Maik Radig gut in die Partie gefunden und lag über Zwischenstände von 2:1, 4:2 und 6:4 bis zur 17. Minute vorne. Dann ließ die Konzentration aber etwas nach, so dass der kleine Vorsprung nicht weiter ausgebaut werden konnte und man zur Halbzeit knapp mit 12:13 hinten lag. Bis dahin hatte vor allem HSG-Torfrau Carina Cedzich mit über 50 Prozent gehaltener Bälle geglänzt.

Nach Wiederbeginn schwächten sich die Neuenburgerinnen dann durch Zeitstrafen und technische Fehler selbst, was Lohne zu schnellen Gegentoren nutzte und vorentscheidend auf 22:14 davonzog (45.). Davon erholte sich die HSG nicht mehr, obwohl die kämpferische Einstellung immer stimmte.

Männer: HSG Neuenburg/Bockhorn - Wilhelmshavener HV II 32:33. Ein gutes und intensives, aber faires Derby bekamen die zahlreichen Zuschauer in Zetel zu sehen. Knackpunkt aus HSG-Sicht waren am Ende die mangelnden Alternativen auf der Bank. So musste Trainer Bernd Frosch, der von vornherein ohne fünf erkrankte bzw. verletzte Spieler angetreten war, ab Mitte der ersten Halbzeit auch noch auf seinen Spielmacher Jochen Silk verzichten (Adduktorenzerrung).

Trotz eines äußerst treffsicheren Bernd-Georg Bohlken (8 Tore in erster Hälfte) liefen die Gastgeber vor der Pause (16:20) immer einem Rückstand hinterher – auch weil die Deckung zu viele Lücken offenbarte. Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Neuenburger, angeführt von Kevin Langer und Kreisläufer Steffen Silk einen 17:22-Rückstand auf 20:22. Bis zum 28:29 stand das Spiel auf des Messers Schneide, dann machte sich aber der Substanzverlust bei den Gastgebern immer mehr bemerkbar. Diese stemmten sich zwar selbst beim 29:33 (57.) noch vehement gegen die drohende Niederlage – doch vergeblich.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)