Wildeshausen - Der VfL Wittekind Wildeshausen baut auch im Jubiläumsjahr an seiner Zukunft. Jetzt haben die Bauarbeiten auf der ehemaligen Tennisanlage im Krandel begonnen, die der Stadt Wildeshausen gehört. Dort hat der VfL eine Kinder- und Beachsportanlage geplant, wie VfL-Vorsitzender und Krandelverwalter Wolfgang Sasse am Donnerstag erläuterte. Ein Bodengutachten habe ergeben, dass der Untergrund der einige tausend Quadratmeter großen Fläche in Ordnung sei.
„Zunächst entsteht neben der Rämmi-Dämmi-Spielhalle eine 65 mal 20 Meter große Sandfläche für Beachhandball und -volleyball.“ Beachvolleyball sei bereits olympisch, Beachhandball sei auf dem Wege dorthin.
Daneben wird eine 36 mal 72 Meter Rasenfläche angelegt, auf der die jüngsten Juniorenmannschaften Fußball spielen und die Kinder der Turnabteilung eine große Fläche zum Trainieren bekommen. Auch sollen die Reha-Sportgruppen das Gelände nutzen. Drittes Element auf dem Gelände wird ein Gerätepark für Kinder, der Stück für Stück erweitert werden soll. „Mit den Geräten sollen die Kinder ihre Motorik verbessern“, erklärte Sasse.
Die Kosten bezifferte er auf insgesamt rund 150 000 Euro. Allein die Flutlichtanlage koste 60 000 Euro. Zunächst würden aber nur die Kabel im Boden verlegt. Auch soll zum Beispiel eine Wasserleitung verlegt werden. Finanziert wird das Projekt aus verschiedenen Töpfen. Laut Sasse kommen vom Kreissportbund 30 Prozent, vom Landkreis 20 Prozent und vom VfL ebenfalls 20 Prozent. Bei der Stadt habe der Sportverein noch keinen Antrag gestellt. Doch auch von dort seien 20 Prozent zu erwarten.
Darüber hinaus saniert der VfL derzeit seine Fußballplätzen im Krandel. „Leider ist die Regenerationsphase der Rasenplätze zwischen den Spielserien und bei 32 Mannschaften nur kurz“, so Sasse. Der Boden sei untersucht worden, um den Nährstoffvorrat und den pH-Wert (Säuregrad) zu bestimmen. Jetzt wird der Fußballplatz mit einer Maschine gelocht und damit belüftet. Die zehn Zentimeter langen Löcher werden mit feinem Sand verfüllt, der Platz nachgesät, gedüngt und regelmäßig bewässert. So würden auch die Engerlinge bekämpft. Die Fußballplätze sind einige Wochen gesperrt.
Neu ist auch ein Durchgangstor auf der Nordseite des VfL-Stadions. „Beim VfL-Punktspiel gegen Atlas Delmenhorst und beim Benefizspiel Bremen gegen Leipzig haben wir festgestellt, dass ein zusätzliches Tor sinnvoll ist“, erklärte Sasse. So könnten zum einen die Zuschauer von zwei Seiten ins Stadion gelassen werden, zum anderen Rettungsfahrzeuge das Stadion noch besser anfahren.
