Landkreis - Nach heißen Tagen zum Ferienbeginn hat der Sommer dieser Tage eher eine Verschnaufpause eingelegt. Trotzdem gilt für viele: Pack die Badehose ein. Wer nicht in einem See schwimmen möchte, hat im Landkreis die Auswahl unter fünf Freibädern. Doch welches Bad bietet was? Wo sind die Becken besonders groß? Wo gibt es Rutschen und Sprungtürme? Wo gute Gastronomie? Die NWZ  hat den Test gemacht.

Getestet wurden die Freibäder in Hude, Harpstedt, Ganderkesee, Kirchhatten sowie Wildeshausen.

Die Eintrittspreise (für Erwachsene) reichen von 2,50 Euro in Hude bis zu vier Euro in Harpstedt. Mit Zehnerkarten lässt sich noch sparen. Im Vergleich z.B. zu Cloppenburg (acht Euro) sind die Preise im Landkreis noch günstig.

Frühschwimmer können ab 6 Uhr in Hatten und Ganderkeseee oder ab 6.30 Uhr in Harpstedt und Wildeshausen ihre Bahnen ziehen. Nur das Bad in Hude macht erst um 11 Uhr auf.

Viel zu sagen gibt es bei den Becken. Alle Bäder haben ein Schwimmerbecken, dort können Sportschwimmer ihre Bahnen ziehen. Rutschen bieten die Bäder in Harpstedt, Ganderkesee und Hatten an, sie sind allerdings relativ kurz. Mit Ausnahme von Ganderkesee: Hier rutschen Badegäste auf 60 Metern Länge. Wildeshausen punktet dagegen mit einem Extra-Springerbecken. Außer in Hatten haben die Bäder auch Sprungtürme.

Die besten Liegemöglichkeiten sind eindeutig in Harpstedt zu erkennen. Laura Löffler genießt das viele Grün: „Es ist richtig schön hier, alles, was ein Freibad benötigt.“ Viele Bäume, ein insgesamt gemütliches Areal mit versteckten Nischen machen die große Liegewiese im Vergleich zum Gewinner. In Hatten dagegen wirkt das Gras eher vertrocknet, was die Stimmung etwas drückt. Aber auch in Hude sowie in Ganderkesee (großes Areal) ist es möglich, abgelegen und naturverbunden die Sonne zu genießen. In Wildeshausen leidet die Atmosphäre dagegen ein wenig unter den Bauarbeiten am benachbarten Hallenbad. Deshalb gibt es als Umkleiden auch nur Container. Das werden aber viele Schwimmer gern in Kauf nehmen, denn am 14. September kann dann endlich auch wieder in der kalten Jahreszeit drinnen geschwommen werden.

Die Wassertemperatur in den Bädern ist jeweils gut geregelt. Im Huder Freibad darf das Wasser nicht wärmer als 25 Grad sein. Die anderen Bäder haben eine Temperatur von 26 bis 29 Grad. Die meisten Becken sind zum Teil beheizt. Trotzdem erfrischt das Wasser. Das sehen auch die vielen Jugendlichen so. Sie spielen Wasserball. Am besten sportlich tätig werden können die Schwimmer in Hatten. Basketballplatz, Tenniscourt, Spielplatz, Beachvolleyball. Schläger und Bälle können ausgeliehen werden.

Dagegen bietet das Freibad in Wildeshausen lediglich einen Beachvolleyballplatz. Tore zum Fußballspielen wollen gerne auch die Wildeshauser Daniel Renter und Tom Budzin nutzen können. „Ansonsten ist das Freibad cool.“ In weiteren Freibädern sind einige Sportmöglichkeiten da.

Wer sich zwischendrin stärken will, findet in allen Bädern Imbisse.

Fazit: In allen Bädern gibt es viele Möglichkeiten Spaß zu haben. Sportler können in jedem Freibad ihre Bahnen ziehen, die Jugendliche werden in Hatten durch das große Freizeitangebot angelockt, den besten Sprungtrum gibt es in Wildeshausen.

Lage: Das Freizeitbad ist erreichbar unter folgender Adresse, Kreyenweg 9, Hatten. Preise für Kinder 2 Euro, Erwachsene 3 Euro

Attraktionen: Viele Sportmöglichkeiten (Tennis, Beachvolleyball usw.), Kinderspielplatz.

Imbiss: Kiosk, Restaurant, Eis, Bratwurst und Pommes 2 Euro, diverse Angebote.

Ergebnis: Viele Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche zum Austoben. Allerdings gibt es nur zwei Becken und keine Sprungmöglichkeiten. Die Liegewiese müsste bequemer sein.

Christoph Tapke-Jost