Oldenburg - „Oldenburg bezwingen“ – so ist es im Vorfeld der Regionalligabegegnung zwischen dem VfV Hildesheim und den Blau-Weißen an diesem Sonnabend (15 Uhr/Friedrich-Ebert-Stadion) auf der Homepage der Gastgeber zu lesen. Angesprochen darauf, setzt Hildesheims Trainer Mario Block dies als nette Werbung an den Rand des heutigen Spiels.
„Natürlich wollen wir gegen den Vize-Meister der Regionalliga gewinnen“, sagt der VfV-Trainer, „dennoch sind die Oldenburger klarer Favorit. Die Mannschaft hat eine hohe Qualität und konnte sich aufgrund des besseren Etats uns gegenüber auch entsprechend verstärken. Wir werden aber alles daran setzen, erfolgreich zu sein.“
Auch wenn Hildesheim derzeit mit nur sechs Punkten nach sechs Spielen auf dem 14. Tabellenplatz rangiert, hat die Mannschaft Substanz. Zum Saisonauftakt gab es gegen den amtierenden Regionalligameister VfL Wolfsburg II einen 3:0-Sieg und gegen Lüneburg (Tabellenzweiter) und Lübeck (Vierter) nach guten Leistungen jeweils ein Remis.
Das alles kann VfB-Trainer Dietmar Hirsch aber nicht sonderlich beeindrucken: „Wir sind natürlich nicht unbedingt mit den letzten beiden Ergebnissen zufrieden gewesen, haben die Spiele mit den Spielern analysiert und hoffen, dass die individuellen Fehler weniger werden.“
Hirsch weiß um die Stärke der Gastgeber – und natürlich auch, dass die Mannschaft mit dem derzeitigen 14. Platz nicht zufrieden sein kann. „Die aktuelle Tabelle ist nicht unbedingt aussagekräftig. Hildesheim hat die Qualität, in den einstelligen Tabellenbereich zu klettern“, meint der VfB Trainer, „aber wir wollen ebenfalls weiter nach oben und werden dementsprechend am Sonnabend auftreten.“
Wobei Hirsch nicht mit den unnötigen Gegentoren, zumeist nach individuellen Fehlern, zufrieden ist. Hier fanden in der Woche etliche Gespräche statt. Trainiert hat der VfB am Freitag nicht, wie in der Woche sonst üblich, um 17 Uhr, sondern bereits um 15 Uhr. „Schließlich findet das Spiel auch um diese Uhrzeit statt, so werden wir die momentane Wetterlage in Kauf nehmen müssen“, sagt der VfB-Trainer.
Große Umstellungen dürften im Mannschaftsgefüge nicht zu erwarten sein. „Diese finden zu Beginn einer Saison statt. Ich denke, wir haben unsere ungefähre Stammformation gefunden, wobei natürlich einzelne Veränderungen immer taktischer Art erforderlich sein werden“, stellt Hirsch klar.
Einen möglichen Einsatz von Daniel Franziskus, der nach seiner schweren Verletzung am Sonntag im Spiel gegen den BSV Rehden in der Woche ein leichtes Training absolvierte, sieht der VfB-Trainer im Bereich 50:50. „Wir wollen kein Risiko eingehen, die Gesundheit des Spielers steht im Vordergrund“, so Hirsch. Auf die Freigabe des Defensivspielers Muhittin Erdem Bastürk vom türkischen Drittlisten Bayrampasa Spor wartet VfB-Sportdirektor Ralf Voigt weiterhin. Allerdings würde in einer Woche die Frist verfallen und die Freigabe automatisch erfolgen.
