Vechta/Berlin - Auch wenn Basketball-Bundesliganeuling Rasta Vechta bei Alba Berlin mit 66:91 (18:29, 15:19, 18:27, 15:16) die höchste Saisonniederlage und gleichzeitig die elfte Schlappe in Folge kassierte, war für die mehr als 1000 mitgereisten Fans Berlin eine Reise wert.

Bereits am Abend vor dem Duell waren hunderte Fans aus Vechta im Aletto-Hotel Kudamm zusammen, um eine bis spät in die Nacht währende Rasta-Grillparty zu feiern. Dass ihre Schützlinge, die ohne den erkrankten Max Weber und den verletzten Isaac Butts auskommen mussten, ein starkes Berliner Team, das gerade zum achten Mal DBB-Pokalsieger geworden war, nicht aus den Angeln heben würden, war schon nach dem ersten Viertel klar. Nach knapp 90 Sekunden lag Vechta 2:9 hinten, und als Alex King per Dreier auf 17:8 erhöhte, wurde deutlich, dass Vechta es zum wiederholten Mal nicht schaffte, die Distanzschützen des Gegners zu kontrollieren. Allein im ersten Viertel traf Berlin viermal per Dreier und führte nach zehn Minuten mit 29:18.

Als David Logan in der zwölften Minute zum 40:24 traf, war von einer Sensation keine Rede mehr. Vechtas Trefferquote (11/32, davon 2/10 Dreier) war nicht konkurrenzfähig, Berlin hatte sich einen 48:33-Pausenvorsprung locker erspielt.

Zwei Auszeiten von Rasta-Coach Patrick Elzie konnten den Abwärtstrend nicht mehr stoppen, und nach gut 35 Minuten traf Berlins Kapitän Sven Schultze zur höchsten Führung (85:58). In der letzten Minute der Partie sorgten die Rasta-Fans noch einmal für einen Höhepunkt. Sie feierten auf den Rängen mit Standing Ovations und verabschiedeten sich mit großem Applaus aus der O2-World-Arena.