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NWZonline.de Sport

Hoeneß kann sich auf Freunde verlassen

06.11.2013

Pilsen Auf den Rückhalt „seines“ FC Bayern kann sich Uli Hoeneß (61) auch in stürmischen Zeiten verlassen. Nicht einmal jetzt, da er zum Angeklagten geworden ist und sich im Frühjahr 2014 vor dem Münchner Landgericht einem Steuerprozess stellen muss, bröckelt die Unterstützung im größten und berühmtesten deutschen Fußballclub.

Der FC Bayern bleibt für den Präsidenten eine Bastion. Selbst der mit Promi-Managern deutscher Großunternehmen besetzte Aufsichtsrat steht fürs erste weiter fest an der Seite von Hoeneß – und nimmt dafür auch heftige Kritik in Kauf.

„Die rechtsstaatliche und moralisch-ethische Ignoranz dieser Spitzenmanager schlägt dem Fass den Boden aus“, sagte der SPD-Fraktionsvize Joachim Poß. Hoeneß sei zur „Symbolfigur der Oberschichtenkriminalität geworden“, fügte Poß hinzu. Im Aufsichtsrat des Clubs sitzen unter anderem Audi-Chef Rupert Stadler, VW-Chef Martin Winterkorn, Adidas-Boss Herbert Hainer und der künftige Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges.

Das Gremium ließ in einem Rechtsgutachten sogar feststellen, dass „das Gesetz für Mitglieder des Aufsichtsrats kein Amtsverbot wegen einer strafrechtlichen Verurteilung“ vorsehe. Selbst im Falle einer Verurteilung könnte Hoeneß demnach Aufsichtsratschef bleiben, hieß die Botschaft.

Hoeneß, der am Dienstagabend bei Bayerns 1:0-Sieg bei Viktoria Pilsen in der Champions League auf der Tribüne saß, ist das Gesicht des Vereins, der im 113. Jahr seines Bestehens so gut dasteht wie nie zuvor. Auf der Jahreshauptversammlung in der kommenden Woche wird der Club erstmals einen Umsatz von über 400 Millionen Euro verkünden können.

Hoeneß’ Verdienste werden intern über die von ihm selbst eingestandenen Spekulationsgeschäfte mit einem geheimen Schweizer Konto gestellt. Der Bayern-Präsident soll Steuern in Höhe von 3,2 Millionen Euro hinterzogen haben. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II hatte die Anklage am Montag zugelassen.

Die Juristin Margrit Lichtinghagen hält es derweil für „sehr unwahrscheinlich“, dass Hoeneß ins Gefängnis muss. Die 59-Jährige hatte als Staatsanwältin im Frühjahr 2008 bundesweite Bekanntheit erlangt, als sie den damaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung verhaften ließ. Hoeneß habe öffentlich Reue gezeigt und damit eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine Bewährungsstrafe erfüllt, sagte Lichtinghagen der „Bild“-Zeitung.

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