Höven - „Wir sind sehr gut gestartet“, freut sich der zweite Vorsitzende des Reitervereins Höven Jörn Bittner über den gelungenen Auftakt des Dressurturniers zum 100-jährigen Jubiläum des Reitervereins Höven.

Bei leichtem Regen hatte die dreitägige Veranstaltung am Freitagmorgen begonnen. „Die Temperaturen sind optimal“, berichtet Bittner. Dass es in der Nacht zu Freitag noch teils stark geregnet hatte, ist Dank des neu eingerichteten Ebbe-Flut-Platzes kein Problem. „Auch bei Dauerregen kann hier bei guten Bedingungen geritten werden“, so Bittner.

Mit Vorfreude sieht Bittner bereits der Mannschaftsdressur an diesem Samstag um 19 Uhr entgegen. Dadurch, dass in der Führzügel-Klasse auch der Nachwuchs zum Zuge komme, biete sich dem Zuschauer eine interessante Mischung zwischen anspruchsvoller Dressur auf Profi-Niveau und Einsteigersport.

Bittner freut sich überdies, in diesem Jahr die Kreismeisterschaft im Dressurreiten ausrichten zu dürfen. Aufgrund der schwierigen Platzverhältnisse in Ahlhorn, hatte man sich dort entschlossen, in diesem Jahr kein Dressurreiten auszurichten und stattdessen ein reines Springturnier zu veranstalten.

Erfolgsdruck besteht für die Reiter des RV Höven von Seiten des Vereins nicht. Es starten zwar viele Reiter des eigenen Vereins auf dem Platz am Hubertusweg in Höven, doch Bittner gibt sich bescheiden: „In der Jugend könnte es schon sein, dass die eine oder andere Schleife zu uns kommt, aber wir bauen da keine Erwartungshaltung auf“, erklärt er.

Komplett ohne Druck startet an diesem Wochenende für den RV Höven auch Pascale Sophie Willms. Noch bevor die 13-Jährige laufen konnte, saß sie auf dem Rücken der elterlichen Pferde. „Mein Opa hat mich damals im Verein angemeldet, als ich noch ein Baby war und seitdem bin ich hier Mitglied“, lacht die gebürtige Wardenburgerin.

Sie startet mit dem Pferd ihres Vaters in der L-Dressur, mit dem eigenen Pony in einer A- und einer L-Dressur und mit einem jungen Pony in der A-Dressur. „Ja, das ist schon viel Programm, aber es macht Spaß und ist von daher auch kein Problem“, erklärt Pascale Willms. Sie startet dabei auch in der Kreismeisterschaft. In der Klasse A mit ihrem Pony Devencourt. „Ich hoffe das es gut wird, aber die Hauptsache ist, dass ich überhaupt dabei sein kann“, meint die Nachwuchsreiterin.

Zum Dressursport ist sie in erster Linie durch ihre Eltern gekommen, die ebenfalls Dressur reiten. „Devencourt ist eigentlich ein Springpony, aber es klappt auch sehr gut in der Dressur“, erklärt Pascale Willms. Denn sie reitet nicht nur Dressur, sondern auch Springen und Vielseitigkeit – vor kurzem hat sie am Deutschland Preis im Vielseitigkeitsreiten in Hannover teilgenommen.

Am meisten reitet sie jedoch Dressur, dass sie als anspruchsvoll beschreibt: „Man muss beim Dressurreiten bis zur kleinsten Lektion sehr darauf achten, korrekt zu reiten.“ Bleibt abzuwarten, wie exakt es für Pascale Willms bei den anstehenden Prüfungen läuft.