HöVEN - HÖVEN - Sie kam, sah und siegte – so lässt sich der Auftritt von Sandra Bührmann bei den Hövener Reitertagen umschreiben. Die Dressurreiterin hatte in der mittleren Tour ihren Hengst Symbol B gesattelt und fuhr einen Doppelsieg ein. Krönung war ihr Sieg in der Dressur der Klasse S. Mit 783 Zählern verwies sie Vorwerk-Bereiterin Tanja Lammers und Anja Willimzig vom RFV Hausstette auf die Plätze zwei und drei.

Bührmann und Symbol B zeigten eine fehlerfreie und ausdrucksstarke Vorstellung. Zuvor hatte sich die Lokalmatadorin bereits in der M-Dressur einen spannenden Zweikampf mit ihrer Vereinskameradin Viola Abrahams geliefert. Mit zwei Punkten Vorsprung gelang ihr der Sieg.

Züchterisch stand natürlich auch in diesem Jahr das Hövener Reitpferdechampionat im Blickpunkt. Hier beeindruckte Tanja Lammers vom RFV Cappeln mit dem Deckhengst Faustinus. Der Fürst-Heinrich-Sohn hatte am Freitag die Qualifikation gewonnen und auch im Finale ging kein Weg an dem bewegungsstarken Vererber vorbei. Mit der Note 8,40 verwies er Nussini unter Viola Abrahams (Höven) und Silberaster unter Andrea Müller-Kersten (Vechta) auf die Plätze.

Im Parcours klebte dem Ahlhorner Iver Börnsen im Großen Preis das Pech an den Reitstiefeln. Der Springprofi touchierte mit Aglaia eine Stange und verpasste dadurch das Stechen. Dennoch platzierte er sich auf Rang sieben. In den Wettbewerben der Klasse M machte ein Amazonenduo auf sich aufmerksam. Hier belegte Jasmin Lebert vom RV Ganderkesee Rang zwei, die Ahlhornerin Manuela Schweizer folgte an dritter Stelle. Im M/B mit Stechen war Hendrik van der Veer (WRS Dötlingen) auf Platz fünf bester Teilnehmer des Kreisreiterverbandes Oldenburg.

Konstruktive Kritik am Pferdesportverband Weser-Ems gab es von Hövens Vorsitzendem Jörn Bittner. Zeitgleich zu Höven fanden mit Meppen und Hagen noch zwei weitere pferdesportliche Großveranstaltungen statt, und insbesondere in den Wettbewerben der Klasse S fehlten einige Reiter. „Wir zahlen kräftig Beiträge. Dann darf man auch erwarten, dass sich der Pferdesportverband um die Koordination der Turniertermine kümmert“, sagte Bittner. Trotz der Terminkollisionen zeigte sich der Vereinschef zufrieden: „Gerade im mittleren Leistungssegment hatten wir Zuwächse und mit den knapp 30 Startern im Großen Preis konnte ich gut leben.“