HöVEN - Fast 1300 Pferde, 450 Reiter, über 70 Prozent Start-erfüllung, viele Zuschauer und Reitsport der ersten Güteklasse – so lautete das Fazit des Turniers in Höven. An vier Tagen sahen die Besucher viele interessante Prüfungen mit einigen Höhepunkten. Vor allem den Sonntag nutzten Oldenburger zu einem Mai-Ausflug, und setzten sich neben Dressurviereck und Springparcour in die Sonne. „Bei einer leckeren Bratwurst und einem Getränk lässt es sich hier super aushalten. Dazu kann man noch wunderschöne Tiere bestaunen, ein gelungener Sonntag“, war ein Zuschauer begeistert.

So gemütlich ging es für die Reiter freilich nicht zu. Die mussten von Donnerstag bis Sonntag alles geben im Kampf um Siegerdecken und Podiumsplatzierungen. Die großen Gewinner hießen Christian Temme, der den Großen Preis von Höven in der Springklasse S* mit Siegerrunde gewann, und Kira Wulferding. Die Reiterin holte sich den Titel im Großen Dressurpreis von Höven, der Dressurprüfung Klasse S** Intermediaire. Mit Robinero gelang der Starterin des RFV Holzhausen ein toller Ritt. Der Lohn waren 797 Punkte von den Wertungsrichtern. Temmen vom RV Oldenburger Münsterland überzeugte auf Cachou und gewann das Stechen auf dem Kurs von Klaus Verbarg ohne Fehlerpunkte in 46,90 Sekunden klar vor Rolf Moormann vom RV Ahlhorn auf Acorte, der 48,96 Sekunden für den Umlauf benötigte. Platz drei in der letzten Turnierprüfung sicherte sich Wilhelm Winkeler auf Liquido vom RV Löningen-Böen-Bunnen mit ebenfalls null Fehlern in 53,51 Sekunden.

In der Dressur ging es ähnlich knapp zu. Kira Wulferding siegte mit 797 Punkten vor Hermann Burger auf For High Life vom RFV Löningen-Böen-Bunnen mit 772 Punkten und Christina Pantzar auf Freestyle (RV Lingen) mit 758 Punkten.

Der Vorsitzende des Reitvereins Höven, Jörn Bittner, zog eine positive Bilanz. „Wir sind sehr zufrieden, alle unsere Vorstellungen wurden erfüllt“, sagte er. Vor allem freute er sich über die vielen Zuschauer, die den Weg nach Wardenburg fanden. „Da hat uns das gute Wetter natürlich in die Karten gespielt.“ Sportlich gesehen seien die vier Tage „auf Top-Niveau“ verbracht worden. Rund 20 Helfer sorgten für einen „reibungslosen Ablauf“ der großen Veranstaltung, die den Höhepunkt im Jahr bildet. „Ein Reitturnier mit internationaler Besetzung, das ist klasse“, freute sich Jörn Bittner. Bereits in der kommenden Woche geht es mit dem Nachwuchsturnier weiter.