HOHENKIRCHEN - Neue Erfahrungen im Sportunterricht konnten am Donnerstag Mädchen und Jungen der Haupt- und Realschule Hohenkirchen machen: Während eines Projekttags probierten sie zunächst den Umgang mit Sport-Rollstühlen aus und spielten Basketball.
Danach probierten die Jugendlichen Goalball aus. Dieser Sport wird von Sehbehinderten auf einem Volleyballfeld gespielt. Dabei gilt es, rein über Gehör und Tastsinn einen Akustikball in das gegnerische Tor zu spielen oder den Ball des Gegners abzuwehren. Die Jugendlichen trugen bei diesem Spiel eine Brille, die kein gegenständliches Erkennen zulässt.
„Wir wollen jungen Menschen ein Gefühl für die Lebenswelt behinderter Menschen geben und soziale Kompetenz wie Fairness, Respekt und Toleranz verstärken“, erläuterte Projektleiter Thomas Stephany. Ausgerichtet hat den Projekttag am Schulzentrum Hohenkirchen die Deutsche Telekom. Ziel ist, im Rahmen des Engagements des Unternehmens im Breitensport gemeinsam mit dem Deutschen Behindertensportverband und dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband die Jugendlichen stärker für Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren.
Das Angebot wurde Stephany zufolge bisher von 140 weiterführenden Schulen in ganz Deutschland genutzt. Die Projekte laufen zurzeit in Hamburg und Niedersachsen.
Acht Klassen in Hohenkirchen konnten jetzt davon profitieren. Die Erfahrungen der Schüler: Gut, dass unsere sportlichen und sonstigen Aktivitäten nicht durch körperliche Behinderungen eingeschränkt werden.
