Ahlohorn/Emsteck - In den Monaten Januar und Februar laufen im Revier Baumweg noch umfangreiche Holzerntearbeiten, das teilen die Niedersächsischen Landesforsten mit. Zu kurzfristigen Beeinträchtigungen werde es an der Straße „Zu den Fischteichen“ kommen, dort werde ab Mitte der kommenden Woche die vor zwei Jahren begonnene Auflichtung der Straßenrandbäume fortgesetzt.
In beiden Monaten sind darüber hinaus in dem Waldgebiet um die Ahlhorner Fischteiche bis zu drei Holzerntemaschinen im Einsatz. Ein „Harvester“ für die Fällung stärkerer Bäume und zwei weitere Fällaggregate, die in den jungen Eichenbeständen des Revieres Brenn- und Hackschnitzelholz bereitstellen.
Revierleiter Martin Schmies bittet um Verständnis für hier und da auftretende Störungen. Zu den Maschinen sollten Waldbesucher einen Sicherheitsabstand von 100 Metern einhalten.
„Mitte Januar werden wir an der Evangelischen Bildungsstätte Blockhaus Ahlhorn Pappeln entnehmen“, sagt Förster Schmies. Hintergrund sei, dass während eines Sturms eine Pappel auf ein Auto gestürzt sei. Insgesamt hätten die beiden vergangenen Stürme „Christian“ und „Xaver“ im Gebiet des Forstamtes Ahlhorn aber kaum Schäden angerichtet, erklärte Rainer Städing, Pressesprecher der Landesforsten, am Mittwoch auf Nachfrage der NWZ . Natürlich seien einige Bäume umgekippt, im Vergleich zum Forstamt Neuenburg, wo es in Aurich oder Jever höhere Schäden gegeben habe, sei das Forstamt Ahlhorn aber glimpflich davon gekommen.
Generell, so Städing, hätten Stürme nicht mehr so extreme Auswirkungen wie in früheren Jahren, weil Bäume heute weniger dicht zusammen stünden und deshalb von Beginn an mehr Wind aushalten müssten. Außerdem seien nach dem großen Sturm 1972 an vielen Stellen widerstandsfähigere Bäume gepflanzt worden. Andererseits nähmen aber auch die Extremwetterlagen weiter zu. Insgesamt würden die Winter trotz der teilweise starken Wintereinbrüche milder. Während die Niederschlagsmengen über einen langen Zeitraum relativ ausgeglichen seien, zeige sich bei den Temperaturen eine deutliche Tendenz. „Seit 1988 lagen die Temperaturen nur in zwei Jahren unter dem langjährigen Mittel“, sagt Städing. „In allen anderen Jahren lagen sie darüber.“
