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Familienrenntag Und am Ende siegt Lühring noch

Dietmar Reck

Hooksiel - Es war der emotionale Schlusspunkt der Rennsaison in Hooksiel: Beim achten und letzten Rennen der Saison hat Altmeister Günther Lühring noch den Sieg auf der Jaderennbahn geholt. Sein 13-jähriger Wallach „Ricmic de Val“ steigerte seine bisherige Gewinnsumme von 337 651 Euro um 580 Euro.

Lühring war erst vor wenigen Tagen nach einer Gehirnerschütterung aus der Klinik entlassen worden – doch beim Familienrenntag des Hooksieler Rennvereins stieg der Ehrenpräsident nicht nur in den Sulky, sondern kommentierte auch die Rennen.

Der ebenfalls favorisierte Manfred Walter (Irrwisch) belegte Patz 3 vor Katie Beer (Gentleman AS).

Nicht so gut verlief der Tag für den Rennstall Müller aus Oesterdieken: Rennvereinsvorsitzender Immo Müller verpasste schon beim Start des 3. Rennens den Anschluss, weil er sein Pferd (Poldi) wegen einer sich anzeigenden Galoppade zurücknehmen musste. Im vierten Rennen schaffte sein Sohn Janto mit Shalala auch keine Platzierung. Dafür erreichte Michael Schmidt mit Duglas für den Stall Müller den 2. Platz.

Königin im Sattel

„Die Königin im Sattel“ Ronja Walter überzeugte als Deutschlands erfolgreichste Trabreiterin auch in Hooksiel mit ihrem 119. Sieg – 44 davon hat sie mit „Garry“ eingefahren. Die Tochter des auch in Hooksiel erfolgreichen Trabrennfahrers Manfred Walter aus Alveslohe beherrscht die nicht alltägliche Form des Trabreitsports perfekt. Begeisterung auch bei den Ponyfreunden, als der achtjährige Tammo Hoffmann auf seinem Shetty-Wallach „Prinz“ durch die Ziellinie galoppierte, dicht gefolgt von Cassandra Metzingen auf „Dahlia Frey“.

Der zu den Favoriten gehörende Holländer Niels Jongejans verlor in der Schlussrunde des 1. Rennens 700 Meter vor dem Ziel einen Reifen. Beim Ausscheren trat das Pferd des Nachfolgegespanns in den Reifen und fuhr auf, so dass Jongejans aus dem Sulky katapultiert wurde. Drei weitere Gespanne waren in die Karambolage verwickelt und wurden um ihre Chancen gebracht.

Jongejans verletzte sich an der Schulter, so dass der Renntag für ihn vorbei war. Auch hier bewiesen die Hooksieler Rennveranstalter Perfektion: Denn das gut organisierte Rettungsteam leistete schnellstens Erste Hilfe.

Der Familientag auf der Jaderennbahn bot wieder eine gelungene Mischung aus hoch-karätigem Pferdesport mit elegantem Flair bei den Hutkreationen, Volksfeststimmung und der Chance, Geld zu verdienen.

61 000 Euro Wetteinsatz

Die ca. 4000 Zuschauer steigerten mit ihrem Einsatz am Totalisator das Vorjahresergebnis auf fast 61 000 Euro. Zur Politprominenz in der VIP-Lounge – wenig bekannte Politiker und Kommunalpolitiker waren präsent – gehörten Wirtschaftsminister Olaf Lies als Schirmherr und Landrat Sven Ambrosy.

Ganz dicht am Renngeschehen waren die Zuschauer an der Deichlinie mit der Anzeigetafel – das sollte im nächsten Jahr wiederholt werden. Die Stimmung auf der Rennbahn war gut, die Zahl der Nennungen hat sich weiter gefestigt und verspricht auch für 2019 wieder interessanten Pferderennsport.

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