Hooksiel - Mit dem ersten öffentlichen Renntag begann am 21. August 1982 der Betrieb auf dem 1024 Meter langen Geläuf der Jaderennbahn – die Traber sollen noch viele Jahre am Hooksieler Deich laufen. Dafür ist der Hooksieler Rennverein anders als mancher andere finanziell gut aufgestellt, berichtete Vorsitzender Immo Müller bei der Jahreshauptversammlung.
Damit der Rennsport weiterhin über die Grenzen Hooksiels hinaus strahlt, sind wieder drei Renntage avisiert. Das Hafenrennen mit Schirmherr Horst Bartels beginnt am Mittwoch, 17. Juli, um 18 Uhr. Das 2. Abendrennen folgt am 24. Juli. Familienrenntag ist am Sonntag, 11. August, Beginn ist um 14 Uhr. Die Programmgestaltung ist noch nicht abgeschlossen.
Rückblick auf 2018
„Die große Resonanz von Besuchern und Sponsoren zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Müller. Er blickte auf drei gelungene Renntagen und gute Umsätzen am Totalisator 2018 zurück. Der trockene Sommer hat viele Zuschauer zur Jaderennbahn gelockt. Diese erlebten schönen Pferdesport, bei dem sich lediglich ein folgenloser kleiner Unfall ereignete. „Ohne unsere vielen Helfer wären diese Großveranstaltungen nicht machbar“, sagte Müller und dankte insbesondere Rolf Matthes und Brunhard Janßen für die Pflege von Bahn und Gelände.
Ausreichende Nennungen gab es im vergangenen Jahr, insbesondere von den Niederländern – „sie fuhren entsprechend viele Siege ein“, so Müller. So sehr sich die Hooksieler ein Galopprennen im Programm wünschen, gibt es doch wegen komplizierter Regularien Probleme. Ob in diesem Jahr das Renngeschehen am Familiensonntag wieder auf der Videoleinwand übertragen wird, hängt von der Finanzierbarkeit ab. Allgemeine Kostensteigerungen und Mehrbelastungen durch Steuern und Abgaben sowie das nicht kalkulierbare Wetter lassen zurzeit noch keinen „Jubelschrei“ zur Wirtschaftlichkeitsentwicklung zu, so Müller: „Das zeigt sich erst nach dem letzten Rennen.“
Kassenwart Jan-Simon Otten bilanzierte einen geringeren Überschuss gegenüber dem Vorjahr – der Verein hat einiges investiert. Es gibt aber Rücklagen, um einen Regenrenntag auszugleichen. Um weiterhin attraktiven Pferderennsport anbieten zu können, soll das Einwerben von Sponsorengeldern forciert werden. „Wenn der Bauer aufs Feld geht, dann beginnt auch für uns die Arbeit“, beschrieb Müller den Arbeitszyklus. Und „Der 1. Vorsitzende ist der Vorarbeiter des Vereins“, zitierte Müller Ehrenvorsitzenden Günther Lühring.
Beleidigungen als Echo
Mehr als ärgerlich für den Rennverein, weil es gefährlich ist: Immer mehr Fußgänger, Jogger und vor allem Hundehalter ignorieren das Reitweg-Verkehrsschild: Der Sonderweg für Reiter neben der Jaderennbahn werde von immer mehr Leuten widerrechtlich genutzt – dabei ist die Nutzung für Fußgänger und Radfahrer verboten.
Bei den Trainingsfahrten komme es oftmals zu „Beinah-Unfällen“ auf dem Reitweg. Im vergangen Jahr scheute ein Traber, weil plötzlich ein Hund auf die Bahn sprang. Das Pferd zog sich Verletzungen zu und ist noch nicht wieder im Fahrsport einsetzbar, berichtete Müller. Freundliche Hinweise auf das Benutzungsverbot werden zudem teilweise mit Beleidigungen quittiert.
