HORNEBURG - Riesenjubel nach einem Handball-Krimi: Die Handballer der HSG Delmenhorst feierten am Sonntag mit ihren rund 80 Fans, die mit nach Horneburg gefahren waren, den Aufstieg in die Verbandsliga. Das HSG-Team hatte das hochklassige Rückspiel der Relegation, das von den Schiedsrichtern Patrick Isler und Marcus Stockfleth (VfL Fredenbeck, TS Woltmershausen) ausgezeichnet geleitet wurde, vor 350 Zuschauern gegen den gastgebenden VfL mit 31:27 (14:14) gewonnen. Im Hinspiel hatten sich die Teams mit einem 32:32 getrennt. „Ich freue mich riesig, mit dieser Mannschaft in die Verbandsliga aufgestiegen zu sein“, sagte HSG-Spielertrainer Andre Haake.

Haake hatte seine Mannschaft glänzend auf den Gegner eingestellt, so dass dieser im Angriff nicht wie gewohnt zum Zuge kam. Ganz großen Anteil an diesem etwas überraschenden, aber völlig verdienten Erfolg hatte Torwart Malte Cordes, der mit 24 Paraden den gegnerischen Angriff fast zur Verzweiflung brachte. In der HSG-Offensive gab es neben viel Licht auch etwas Schatten, denn wie in der ersten Partie wurden einige Angriffe unvorbereitet abgeschlossen, so dass der VfL mit Gegenstößen über die erste und zweite Welle zu Treffern kam und zunächst auf Tuchfühlung blieb. Nach 30 Minuten, in denen die Führung mehrfach gewechselt war, ging es mit einem leistungsgerechten Remis (14:14) in die Pause. Die HSG wurde auch nach dem Seitenwechsel vom zwölffachen Torschütze Frederic Oetken geführt, der seine Qualitäten als Spielmacher und Vollstrecker zeigte. Besonders sehenswert waren immer wieder die Anspiele an den Kreis zu Christian Ahrens. Trotzdem stand die Partie bis zum 25:25 (53.) auf des Messers Schneide. Nachdem der bis dahin sichere Horneburger Florian Fänger einen Siebenmeter verworfen hatte, setzte sich die HSG bis auf 28:25 ab. Die Gastgeber steckten nicht auf, doch als HSG-Torwart Mirco Lettmann einen Strafwurf von Tobias Fisch hielt (57.) und kurze Zeit später Oetken von der Linie zum 29:25 traf, fingen die HSG-Fans auf der Tribüne an zu feiern. „Wir haben gezeigt, dass wir auch auswärts siegen können. Was Malte Cordes im Kasten und Fino Oetken auf dem Feld gezeigt haben, war erste Sahne“, lobte Haake.