Horneburg/Neerstedt - Der TV Neerstedt hat aus den Fehlern der vergangenen Woche gelernt und zwei Punkte vom VfL Horneburg mitgebracht. Beim 31:28-Erfolg am Samstagabend bewahrte der Handball-Verbandsligist im Gegensatz zur Niederlage gegen Habenhausen II einen kühlen Kopf und verwertete die sich bietenden Chancen.

„Es war das erwartet schwere Spiel“, analysierte Neerstedts Trainer Björn Wolken. Nach einem offenen Beginn lag seine Sieben in der zwölften Minute durch Florian Honschopp erstmals in Führung. Dennoch ließen sich die Gastgeber zunächst nicht abschütteln. Auch als Andrej Kunz das 11:8 (21. Minute) erzielt hatte, kam Horneburg wieder auf ein Tor heran. Dann folgte beim VfL eine Schwächephase, während Neerstedt immer besser in die Begegnung fand. „Wir haben uns im richtigen Moment abgesetzt“, sagte Wolken, der auch das gelungene Tempospiel in dieser Phase lobte. So hieß es zu diesem Zeitpunkt 18:14 für die Gäste. Vor allem war TVN-Torwart Niklas Planck aber ein wichtiger Faktor im Spiel des TVN in der ersten Halbzeit gewesen. Dafür erhielt er nach Spielende von den Gastgebern die Auszeichnung „Spieler des Tages“ und einen Korb mit Äpfeln aus dem Alten Land.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs baute Oberliga-Absteiger Neerstedt den Vorsprung weiter aus. „Selbst in Unterzahl haben wir Tore kreiert“, freute sich der TVN-Coach, sprach damit aber auch die vier eigenen Zeitstrafen an, die sein Team ebenso stellenweise aus dem Rhythmus brachten. So ließ Neerstedt nach dem 25:17 durch Mario Reiser (41. Minute) den Gegner noch einmal zurückkommen. „Von dem vorher erspielten Vorsprung haben wir dann lange gezerrt“, resümierte Wolken, der mit ansehen musste, wie der Spielstand auf 28:25 schmolz. Dann setzte der Trainer noch einmal einen neuen Impuls und wechselte Torhüter Kevin Pech ein. Der wurde in den Schlussminuten mit zwei Paraden wie auch sein Mitspieler Erik Hübner, der das letzte Tor warf, zum Matchwinner.