Horumersiel - Die 49. Horum-Regatta lockte am letzten Wochenende mehr als 80 Jachten auf die Jade. „Wir sind dankbar und stolz auf den Zuspruch, die unsere Veranstaltung auch dieses Jahr erfahren hat“, sagte 1. Vorsitzender Jan Gerdes bei der Siegerehrung am Abend im Festzelt. Mit der positiven Resonanz erfahre das Organisationsteam um Regattawart Tanno Kruse enormen Rückenwind für die 50. Regatta im kommenden Jahr. „Dann wollen wir es richtig krachen lassen“, wagte der SKHS-Chef einen Ausblick.
Drei Startschüsse
Bei einer schwachen Brise um 3 Beaufort aus Nord bis Nordost krachte Sonnabend um 11 Uhr auf Schillig-Reede der Startschuss für das erste Feld. Zwei weitere Starts waren nötig, um die beachtliche Flotte auf den Regattakurs zu schicken.
Gruppe A 1: 1. Circus maximus (Tanno Kruse, SKHS) 2. Vitamin Sea (Hendrik Kohrs, SKHS)3. Knatterbüx (Bernd Ihnken, SKHS). Gruppe A 2: 1. Nynjango (Dirk Jacobs, Sail Lollipop Regattaverein/SLRV)2. Nu man to (Hanko Hagena, SKHS)3. Laway (Detlef Deters, Rüstersieler Segler-Club/RSC).Gruppe A 3: 1. Black Maggy (Wolfram Heibeck, SKHS/WSV Hooksiel)2. Eeasy Race (Michael Blenk Wilhelmshaven SC)3. Westergast (Jörg Schleebaum, SKHS). Gruppe A 4: 1. Masteras (Erich Lauts, SKHS)2. Eeasy (Rüdiger Nietiedt, WSC)3. Röde Orm (Helge von Freeden, WSV).Gruppe B 1: 1. Waarschau (Stefan Hoffmann, WSC)2. Knutt (Weert Siuts, SKHS) 3. Enola (Heinz Peters, SKHS). Gruppe B 2: 1. Likedeeler (Remmer Mammen, SKHS)2. Stella Maris (Hartwig Gerdes, SKHS)3. Orion (Fred Schütte, Segelkameradschaft Geniusbank/SKG). Gruppe Jollenkreuzer: 1. Bangbüx (Klaus Hartleff, Yachtclub Wangerland)2. Grietje (Peter Burlager, SKHS)3. Corroborre (Holger Liebert, WSV).Gruppe Mehrrümpfer: 1. Dreebeen (Henning Gerken, SKHS)2. Dienstreise (Tammo Diebel, SKHS)3. Manta (Peter Grams, Hooksiel).
Die Trimarane, Jollenkreuzer und Jachten waren zuvor in sechs Gruppen, je nach Schiffsgröße und Geschwindigkeitspotenzial, eingeteilt worden. Auf dem Startschiff „Gesine“ wachte die Regattaleitung mit Heinrich Thymm, Carsten Neumann und Werner Ströher darüber, dass die Starts regelkonform abliefen.
Der Kurs über rund 30 Seemeilen führte zunächst jadeaufwärts bis Hooksiel, dann um den Radarturm Hooksielplate herum nach Norden zum Leuchtturm Mellumplate. Weiter ging es mit Westkurs nach Minsener Oog und wieder zurück auf die Schillig-Reede, wo die „Gesine“ die Zielzeit stoppte.
Bunte Segel
Vor Schillig hatte ein Großteil der Boote auch noch einen up-and-down-Kurs zu absolvieren. Für die Strandurlauber ergab sich dadurch am Nachmittag bei Sonnenschein und leicht zunehmendem Wind ein malerisches Bild in Sichtweite von Horumersiel-Schillig.
Am Abend trafen sich die rund 300 Aktiven zur Siegerehrung und Preisverteilung im Festzelt am Speicherpolder in Horumersiel. Nachdem sich die Seglerinnen und Segler gestärkt und ein von der Segelkameradschaft spendierten „Einlaufbier“ genossen hatten, ehrten Vorsitzender Jan Gerdes und Regattawart Tanno Kruse die Sieger und Geehrten.
Der SKHS-Stüermann dankte zu Beginn besonders dem Organisationsteam, dem rund 50 Mitglieder angehören und den treuen Sponsoren. „Ohne die Unterstützung unserer Partner könnten wir diese Veranstaltung nicht wuppen“, sagte Gerdes. Zudem gebühre ein herzliches Dankeschön der DGzRS Horumersiel mit dem Seenotrettungsboot „Baltrum“ und der DLRG Wangerland für die Sicherung der Regatta.
Bei der Auswertung und Berechnung kam erstmals ein neues Regattaprogramm zum Einsatz, welches nicht reibungslos lief. Das wurde erst nach der Siegerehrung bemerkt und sorgte für erhitzte Diskussionen an der Theke. Noch am Abend sicherte Jan Gerdes eine Überprüfung zu und am Sonntag war der Rechenfehler behoben.
Die zunächst enttäuschten Wettfahrtteilnehmer wurden gesondert eingeladen und erhalten ihre Preise nachgereicht. Kommentar eines Teilnehmers: „Shit happens!“ Trotz penibler Vorbereitung kann eben trotzdem ein solches Missgeschick passieren. Auf der SKHS-Homepage stehen die korrekten Siegerlisten.
Die Mellumbake, ewiger Wanderpreis für das erfolgreichste Vereinsteam, blieb beim WSV Hooksiel. Die Wanderpreise für die schnellsten Schiffe nach gesegelter Zeit gingen an Black Maggy auf der großen Bahn und Bangbüx auf der kleinen Bahn. Mit einer fröhlichen Seglerfete feierten die Teilnehmer gut gestimmt den wundervollen Segeltag auf der Jade.
