HOYERSWEGE - „Der ist ja so was von dran.“ Hoyersweges Schützenvereinsvorsitzender Rainer Jüchter freute sich am Sonnabendabend mit einem Mann, der es nach vielen Versuchen nun endlich geschafft hatte: Mit 39 Ringe sicherte sich Thomas Nordbruch den Titel des Schützenkönigs 2011 von Hoyerswege.

Schon des Öfteren war Nordbruch als chancenreicher Aspirant auf den Titel gehandelt worden. Nur: „Wenn’s um was geht, kann er nicht“, frotzelte ein vergnügter Rainer Jüchter. Zum ersten Adjutanten rief er Günter Richter (ebenfalls 39 Ringe) aus, zweiter Adjutant wurde Volker Klintworth (38).

Bei den Damen übernimmt Amelie Bakenhus (37 Ringe) aus Schlutter das Zepter. Ihr stehen als Adjutantinnen Heike Braue (38, Sperre) und Christa Thiemann (37) zur Seite.

Bei den Jugendlichen freute sich Vanessa Holschen aus Bürstel über die Königswürde. Sie hatte mit 33 Ringen alles klar gemacht vor ihren Adjutanten Carina Vosteen (32) und Marcel Pschenitschni (27). Neue Würdenträger gibt es auch bei den Kindern. Marie Strauch (37) aus Hoyerswege kann sich jetzt „Majestät“ nennen. Erste Adjutantin ist Merle Vosteen (36), zweiter Adjutant Leon Forst (25).

Nicht bestätigt wurde am Sonnabendabend das Gerücht, wonach der neue Seniorenkönig 1,73 Meter groß sei. Der Zollstock lieferte – nach mehreren Messungen von Titel-Aspiranten – den Beweis: „1,79 Meter“ sei der richtige Wert, so Jüchter bei der Proklamation von Willi Suhr.

Gute Arbeit konnte an diesem Sonnabend dem „Wettermacher“ Ingo Claußen bescheinigt werden – es blieb trocken. Seinen „Amts-Regenschirm“ gab Claußen weiter an den aktuellen Viertplatzierten beim Königsschießen, Friedhelm Mahlstedt. Dessen Freude hielt sich allerdings in eher engen Grenzen: „Toll.“

Wie berichtet, hatte der Schützenverein den Ablauf des Festes in diesem Jahr geändert. Um den Königsball zu beleben, wurden die Proklamationen auf den Sonnabend vorgezogen.

In einem ersten Fazit sagte Pressewart Jörg Beuke, die Beteiligung am Schießen sei in etwa gleich geblieben. Allerdings seien weniger Gäste gekommen. „Es hat sich noch nicht herumgesprochen“, so seine Erklärung. 2012 werde man voraussichtlich noch einmal am Sonnabend proklamieren, danach müsse man sehen.