Hoykenkamp - Ein packendes Landkreis-Derby boten die Landesliga-Handballer des TS Hoykenkamp den Zuschauern am Wochenende beim 27:25 (19:13)-Sieg gegen TV Neerstedt II. Nach einer klaren Führung geriet der Gastgeber in der Schlussphase noch ins Straucheln, doch die erneute Einwechslung von Hoykenkamp-Keeper Jan-Luca Linde fünf Minuten vor dem Ende zahlte sich aus: Mit drei Paraden rettete er seinem Team beide Punkte.

Es war ein Spiel mit zwei völlig verschiedenen Hälften: Von der ersten Minute an zeigten beide Teams viel Einsatz. Bezeichnend war die Disqualifikation von Hergen Schwarting nach bereits knapp zwei Minuten, als er nach einem groben Foulspiel gegen den Neerstedter Angreifer vom Platz musste.

Die Gastgeber nutzten nach dem 2:2 in der Anfangsphase die Schwächen im Spielaufbau und im Abschluss der Neerstedter und setzten sich bis Mitte der ersten Hälfte auf 10:5 ab. Erst langsam kamen die Gäste besser ins Spiel – besonders Goalgetter Torben Schachtschneider kam nun besser zur Geltung, und so kam das Team von TVN-Trainer Lutz Matthiesen auf 11:13 heran. Doch Hoykenkamp nutzte danach kleine Aussetzer im TVN-Angriff und erhöhte so bis zur Pause auf sechs Treffer (19:13).

Nach dem Seitenwechsel blieb Neerstedts Keeper Dennis Dohle bei zwei Strafwürfen Sieger, doch das Team von TS-Coach Lennard Timmermann setzte sich dennoch auf 22:14 (38.) ab. Damit schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein, doch im weiteren Verlauf der Partie verlor die TS besonders im Angriff den Faden. Dohle wurde nun mit einigen Paraden zum Rückhalt seines TVN-Teams, und auch das Umschalten in die Offensive funktionierte jetzt.

Mit seinen fünf Schachtschneider-Toren in Folge kämpfte sich Neerstedt auf 23:22 heran (52.). Als Andre Schröder-Brockshus einen Strafwurf zum 24:25 verwandelte, wechselte Timmermann erneut Linde ein – der Rest ist Geschichte.

„Bis zur 38. Minute hatten wir den Gegner gut im Griff, doch wenn wir unsere Linie verlassen, bekommen wir Probleme“, so Timmermann erleichtert. „Es war wichtig, dass Jan-Luca Linde die entscheidenden Paraden zeigte.“

Matthiesen hingegen war etwas enttäuscht: „Eigentlich hatten wir Chancen, um zwei Spiele zu gewinnen“, sagte er. „In den letzten Minuten fehlte uns dann etwas Glück, aber der gegnerische Keeper hat glänzend reagiert.“