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Handball Kleefeldt löst mit Glanztat Jubel aus

Heinz Quahs

HOYKENKAMP - Ein großer Teil der gut 180 Zuschauer in der Halle Heide in Hoykenkamp atmete nach dem Schlusspfiff tief durch. Dann brandete Jubel auf. Dafür war vor allem Gregor Kleefeldt verantwortlich. Der überragende Torwart der Verbandsliga-Handballer der TSH Hoykenkamp rettete seinem Team das 27:27 gegen Komet Arsten, indem er einen Siebenmeter hielt. Es war der sechste Strafwurf, den er parierte, und die letzte Aktion des Spiels sowie der Saison 2010/2011. Die TSH holte damit den Punkt, den sie noch brauchte, um auch in der kommenden Saison als Verbandsligist antreten zu können.

TSH dominiert

Danach, dass die Hoykenkamper ihre Nerven – und die ihrer Fans – mächtig strapazieren würden, sah es lange Zeit nicht aus. Die Turnerschaft hatte die Partie nach etwas zögerlichem Beginn im Griff. Zur Pause (20:12) deutete alles auf einen deutlichen Erfolg hin. Die TSH zeigte in der Deckung eine ganz starke Leistung, und wenn doch ein Ball aufs Tor kam, war der glänzend aufgelegte Kleefeldt zur Stelle. In der Offensive spielte sich die Truppe fast in einen Rausch: Die in der Abwehr erkämpften Bälle wurden durch blitzschnelles Umschalten über Konter zu Toren gemacht. Im Positionsangriff war vor allem Hergen Schwarting im ersten Abschnitt nicht zu halten. Er traf von fast allen Positionen und hatte nach 30 Minuten sieben Treffer erzielt. So erarbeitete sich die Turnerschaft mit dem 14:6 (22.) ein beruhigendes Acht-Tore-Polster, das auch beim Halbzeitpfiff bestand (20:12).

Weshalb die Turnerschaft in der zweiten Halbzeit so abbaute, war auch TSH-Trainer Thorsten Stürenburg ein Rätsel. „Die erste Halbzeit spielten wir für uns, die zweite war wohl mehr für die Zuschauer gedacht, um es noch einmal richtig spannend zu machen“, sagte er wenige Minuten nach Spielschluss lachend.

Arsten startet Aufholjagd

Nach dem Seitenwechsel erschienen die Hoykenkamper wie verwandelt auf dem Parkett. Sie schienen sich ihrer Sache zu sicher zu sein. Die Deckung arbeitete nicht mehr konsequent, ließ dem Gegner gerade im Spiel Eins-gegen-Eins zu viel Raum. Im Angriff wurden Chancen nicht genutzt, und die vorher so sicher verwandelten Konter endeten erfolglos. So machte das Team den Gegner wieder stark. Arsten nutzte seine Möglichkeiten und kam mit fünf Toren in Folge zunächst bis auf 17:20 heran. Selbst eine rote Karte für Fabian Engler (36.) brachte die Bremer nicht aus dem Rhythmus.

Erst nach neun Minuten schaffte Lars Oldiges den ersten TSH-Treffer in Halbzeit zwei. Damit schien sich das Team wieder gefangen zu haben. Es legte vier weitere Treffer zum 24:18 (42.) nach. Doch Arsten gab sich nicht geschlagen, packte die Brechstange aus und holte mit großem Einsatz Tor um Tor auf. Die Gastgeber verloren dagegen ihre spielerische Linie. Sechs Minuten vor dem Ende mussten sie den 26:25-Anschlusstreffer hinnehmen.

Die Schlussphase war hektisch und spannend. Beide Mannschaften vergaben gute Möglichkeiten. 75 Sekunden vor dem Ende traf Arsten zum 27:27. Beide Teams kamen anschließend zu Chancen auf weitere Treffer. Die beste bot sich schließlich den Gästen, als sie drei Sekunden vor dem Ende noch einen Siebenmeter zugesprochen bekamen. Doch Kleefeldt sicherte mit seiner Großtat den Punkt und den Klassenerhalt. „Wie schon in den letzten Spielen war in der zweiten Halbzeit der Wurm drin. Es gab kaum noch Tempo, und die Spieler fanden auch nicht mehr die richtige Einstellung zum Spiel. So geht das Remis, mit dem wir uns wohl gerettet haben, am Ende in Ordnung“, bilanzierte Stürenburg.

Kleefeld wird ausgezeichnet

Nach der Partie wurde das Ergebnis der Wahl des „TSH-Spielers des Jahres“ bekannt gegeben. Bei den zurückliegenden Heimspielen hatten die Fans abgestimmt. Die Trophäe ging an Torhüter Gregor Kleefeldt. Sie war der verdiente Lohn für eine außergewöhnlich starke Saisonleistung. Bereits vor dem Anpfiff waren Alexander Kirchhof und Lennard Timmermann, die künftig in der zweiten Mannschaft auflaufen werden, sowie Gaylord Klammt, der zur HSG Hude/Falkenburg zurückkehrt, von Abteilungsleiter Hans-Georg Ahrens verabschiedet worden.

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