Hoykenkamp - Mit einem klaren, aber keineswegs überzeugenden 37:25 (15:13)-Erfolg über den TV Cloppenburg II hat sich die TS Hoykenkamp in dunkler heimischer Halle den zweiten Tabellenplatz in der Handball-Landesliga erkämpft – zumindest vorerst. Denn Konkurrent Eickener SpVg auf Rang drei hat zwei Punkte, aber auch ein Spiel weniger, und kann an diesem Samstag mit einem Sieg gegen Schlusslicht HSG Grönegau-Melle wieder vorbeiziehen.

Schon vor Spielbeginn gab es Unregelmäßigkeiten, denn in der Halle gab es kein Licht und der Hausmeister war aufgrund der Ferienzeit nicht zu erreichen. So einigten sich die Mannschaften darauf, es ohne die Beleuchtung zu probieren – durch die Fenster kam gerade noch genügend Helligkeit in die Halle.

Im ersten Abschnitt hatte das TSH-Team von Coach Martin Wessels arg mit dem Gegner zu kämpfen. In der Abwehr fehlten neben der Zuordnung auch die Absprachen, so dass die Gäste durch ihre Goalgetter Sascha Westendorf und Marius Feldhaus zu einfachen Toren kamen. Auch im Angriff ließ Hoykenkamp einige hochkarätige Chancen fast fahrlässig liegen – sonst wäre der Sieg am Ende noch höher ausgefallen.

So nahm das Hoykenkamper Spiel erst nach zwanzig Minuten mit der Hereinnahme von Sebastian Rabe richtig Fahrt auf. Es war schon fast unglaublich, wie der Goalgetter aus allen Lagen zu Treffern kam – insgesamt 17 Mal netzte er ein. Zudem sorgte Keeper Timo Meier mit zehn Paraden, darunter zwei gehaltene Strafwürfe, dafür, dass sein Team ab dem 11:11 in der 23. Minute nicht mehr in Rückstand geriet.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte gehörten allein der Turnerschaft: Die Abwehr ließ nun kaum noch Würfe aus dem Rückraum zu und auch vom Kreis blieb Keeper Meier fast immer der Sieger. Auch die Umstellung der Hoykenkamper Deckung machte sich positiv bemerkbar: Rabe sorgte als Vorgezogener Abwehrspieler dafür, dass der Spielaufbau der Cloppenburger erheblich gestört wurde. So setzte sich die Turnerschaft schon bis Mitte der zweiten Hälfte mit acht Toren in Folge entscheidend auf 27:17 ab.

Coach Martin Wessels war mit dem Ergebnis zufrieden, hatte aber noch einige Schwächen im Spiel gesehen, die abgestellt werden müssen: „Über die erste Hälfte möchte ich den Mantel des Schweigens decken“, sagte er. „Da waren wir in der Deckung und auch im Angriff viel zu wenig präsent auf dem Spielfeld. Erst die Umstellung mit der kurzen Deckung auf Westendorf brachte uns richtig ins Spiel. Auch im zweiten Abschnitt war die Abwehrarbeit nicht ideal, doch konnten die Fehler mit schnellen Angriffszügen kompensiert werden.“