Hude/Neerstedt/Delmenhorst - Für die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg steht an diesem Sonntag in der Oberliga das letzte Heimspiel des Jahres an, ehe das Team von Trainer Dean Schmidt eine Woche später noch einmal auswärts gefordert ist. Die Männer des TV Neerstedt schließen das Sportjahr bereits ab und treten am Sonntag beim TV Bissendorf-Holte an. Die HSG Delmenhorst ist am Samstag zu Gast beim TSV Bremervörde, während die TSG Hatten-Sandkrug an diesem Wochenende nicht im Einsatz ist, sondern erst am 18. Dezember beim ATSV Habenhausen spielt.
Männer, Oberliga: TSV Bremervörde - HSG Delmenhorst (Samstag, 18 Uhr). Mit einem weiteren Erfolg im letzten Spiel des Jahres würden die Delmenhorster nur zu gerne die Rote Laterne vor Weihnachten noch abgeben. Der TSV Bremervörde, der zuletzt in Neerstedt verlor (20:31), steckt als Tabellenelfter ebenfalls in Abstiegsnöten.
Bei der HSG kann Spielertrainer Andre Haake aus Verletzungsgründen nicht mitwirken. Er ist sich dennoch sicher: „Wenn wir in der Deckung genau so energisch zupacken wie im letzten Spiel in Edewecht, sollte etwas möglich sein. Es wäre sehr wichtig, in diesem Spiel zu punkten.“ Krankheitsbedingt steht hinter dem Einsatz von Torben Sudau noch ein Fragezeichen.
TV Bissendorf-Holte - TV Neerstedt (Sonntag, 17 Uhr). Beide Mannschaften waren zuletzt zweimal hintereinander erfolgreich und verschafften sich damit etwas Luft zu den Abstiegsplätzen. Neerstedt rückte im dicht gedrängten Mittelfeld – Platz vier und elf trennen gerade einmal drei Punkte – mit 10:10 Zählern sogar auf Rang sechs vor. Bissendorf (9:11) ist Neunter.
Somit deutet bei den heimstarken Bissendorfern alles auf ein ausgeglichenes und spannendes Spiel hin. „Ich rechne mit einer engen Kiste“, sagt TVN-Trainer Jörg Rademacher. Er hofft, dass seine Mannschaft an die zuletzt gezeigten guten Leistungen anknüpfen kann. „Wir haben in den vergangenen beiden Spielen vieles richtig gemacht und Selbstvertrauen getankt. Es muss uns wieder gelingen, über eine gute Torwart- und Abwehrleistung ins Spiel zu kommen – dann ist wieder etwas möglich“, glaubt der Coach. Verzichten muss er auf den privat verhinderten Jan Busse, dafür steht Ole Goyert wieder zur Verfügung. Zusätzliche Verstärkung soll aus der zweiten Mannschaft (Thomas Schützmann) und der A-Jugend (Mirko Reuter) kommen.
Frauen, Oberliga: HSG Hude/Falkenburg - HSG Phoenix (Sonntag, 16.30 Uhr). In der Halle am Huder Bach empfangen die HSG-Handballerinnen am Sonntagnachmittag einen Gegner mit klangvollem Namen. Dahinter verbirgt sich eine im Jahr 2013 gegründete Spielgemeinschaft für die Region Bassum, Syke und Twistringen. Als Aufsteiger sind die Frauen, die von Thomas Reinberg trainiert werden, gleichzeitig die höchtspielende Mannschaft im Verein. Die HSG Phoenix machte dann zu Saisonbeginn ihrem Namen auch gleich alle Ehre und setzte mit drei Siegen in Folge zu einem Höhenflug an. Danach allerdings folgte eine längere Durststrecke, die erst am vergangenen Wochenende mit dem vierten Saisonsieg (31:22 gegen Bützfleth/Drochtersen) gestoppt wurde. Mit 9:13 Punkten auf Tabellenplatz zehn liegt der Aufsteiger, der in Jana Helms, Nadine Berger sowie Maria und Christina Lehmkuhl seine auffälligsten Torschützinnen hat, trotzdem absolut im Soll. Außerdem zählt Annemieke Kellmann aus Harpstedt zum Team.
Der HSG fehlen am Wochenende beide Torhüterinnen. Katharina Woltjen fehlt aus privaten Gründen, Karen Tapkenhinrichs muss aufgrund eines angerissenen Kreuzbandes erneut operiert werden und fällt die ganze Saison aus. In der Partie gegen Phoenix wird Hiske Poppe aus der zweiten Mannschaft im Tor aushelfen. „Sie hat am Donnerstag mittrainiert. Ich mache mir da keine Sorgen“, sagt HSG Trainer Dean Schmidt. Er sei dabei, eine zweite Keeperin für die Rückrunde zu suchen. Schmidt blickt optimistisch auf die Partie: „Wir wollen unser letztes Heimspiel des Jahres vernünftig abschließen“.
