Bookholzberg - Eine völlig unnötige 22:26 (12:15)-Niederlage kassierten die Landesliga-Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg beim SV GW Mühlen, weil man in den entscheidenden Phasen die besten Chancen zu leichtfertig liegen ließ und damit den Gegner immer wieder aufbaute.

HSG-Trainer Harald Logemann konnte es nicht fassen: „Da haben wir den Gegner wirklich gut im Griff, doch einige Fehler im Spielaufbau und auch die Schwächen im Abschluss ließen das Spiel eine Viertelstunde vor Ende endgültig kippen.“ Dabei schien zunächst alles nach Wunsch der HSG zu laufen, denn die Angriffe wurden besonders durch Wiebke Möller und Jana Folkerts erfolgreich abgeschlossen. Auch Sonja Gode im Rückraum und Mareike Hermann am Kreis zeigte eine ansprechende Leistung, und mit ihren Toren schien man über 12:8 bis zum 15:10 fünf Minuten vor der Pause in der Erfolgsspur zu laufen. In der verbleibenden Zeit nahmen dann jedoch die Fehler im Spielaufbau zu, und Mühlens Haupttorschützin Nadine Jacob verkürzte den Rückstand auf drei Treffer. Nach dem Seitenwechsel bauten Möller und Gode den Vorsprung auf drei Tore aus, doch danach erfolgte wieder ein Einbruch im HSG-Spiel. Mühlen konnte das Spiel mit sechs Toren in Folge zum 21:18 völlig drehen. Trotz kämpferischem Einsatz der Logemann-Sieben und ihrer Schlagdistanz beim 21:23 vier Minuten vor Ende, schafften sie es nicht aus dem Tief. Die Gastgeber nutzen die Fehler im Spielaufbau und im Abschluss der HSG konsequent aus und kamen so zu einem ungefährdeten Erfolg.