Hude - Gefühlt haben die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am Wochenende gleich eine ganze Serie an Siegen eingefahren. Nicht nur das 29:27 (12:15) im Ligaspiel beim TV Cloppenburg hellte die Stimmung am Samstag auf, sondern auch die Erfolge von ihrer Spielerin Ashley Butler, die in Puerto Rico erstmals für die Nationalmannschaft der USA im Einsatz ist.
Als die Aufgabe in Cloppenburg nach einer starken zweiten Hälfte gemeistert war, richteten sich die Blicke der Huderinnen auf ihre Mitspielerin. Via Internet-Livestream verfolgte das Team neugierig das Geschehen in Übersee. Das Daumendrücken half: Ashley Butler gewann mit der US-Auswahl mit 25:23 gegen Grönland, die Huderin steuerte vier Tore bei. Bei den North American and Caribbean (NorCa) Championships sind Butler und Co. bei dem Vier-Länder-Turnier nach zwei Partien – zum Auftakt gab es ein 28:26 gegen Gastgeber Puerto Rico – noch ungeschlagen. Dritter Gegner ist die Dominikanische Republik.
HSG-Trainer Timo Stein sah in Cloppenburg zunächst eine unsortierte Gastmannschaft – auch, weil neben Butler eine Reihe weiterer Leistungsträger nicht dabei war. Im Tor stand Michelle Gerlach aus der zweiten Mannschaft, die sehr stark hielt, und auch Rückraumspielerin Anja Wessels war dabei. Die Huderinnen ließen sich eingangs etwas den Schneid abkaufen, gerieten mit 1:4 (9.) und 4:6 (12.) ins Hintertreffen. Beim Stand von 7:10 (17.) nahm Stein seine erste Auszeit und versuchte, sein Team auf die richtige Fährte zu bringen. Bis zur Pause tat sich am Drei-Tore-Rückstand allerdings nichts.
Saskia Petersen zündete direkt nach Wiederbeginn den Turbo und läutete mit dem Treffer zum 13:15 (32.) die Aufholjagd des Tabellenvierten ein. Wenig später markierte Nadja Albes innerhalb von nur drei Minuten drei Tore und bescherte der HSG mit ihrem Hattrick die 17:16-Führung (37.). Die Gäste übernahmen nun die Regie und bauten den Vorsprung konsequent aus. Nach dem 23:18 (46.) von Jessica Galle, die insgesamt starke zehn Tore erzielte, war die Vorentscheidung gefallen. Stein zeigte sich zufrieden: „Dank einer überragenden Abwehrarbeit und einer extrem starken zweiten Hälfte haben wir das Spiel für uns entschieden.“
