Hude - Die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben es am letzten Spieltag nicht mehr geschafft, den letzten Tabellenplatz in der 3. Liga zu verlassen. Zum Saisonausklang verlor die Mannschaft von Trainer Dean Schmidt am Sonntagnachmittag in der Sporthalle Am Huder Bach vor 100 Zuschauern gegen den TSV Travemünde mit 19:26 (8:12). Damit verlassen die Huderinnen die 3. Liga nach nur einjähriger Zugehörigkeit mit einer Bilanz von 4:40 Punkten und greifen in der kommenden Spielzeit wieder in der Oberliga an.
Schmidt machte in erster Linie die schwache Angriffsleistung für die 20. Niederlage im 22. Spiel verantwortlich. „Es waren gute Ansätze da. Leider fehlte unseren Aktionen am Ende etwas der Mut. Hinzu kam eine unerklärlich hohe Fehlerquote“, analysierte Schmidt. Kritische Worte richtete er außerdem in Richtung der beiden Schiedsrichter Peter Bergmann und Daniel Lochner. „Den Toren von Travemünde gingen in 60 Prozent Schrittfehler voraus, die aber nicht gepfiffen wurden. Außerdem ist ein klares Foul an Janna Müller im Gegenstoß nicht geahndet worden“, ärgerte sich der HSG-Coach.
Das Foul an HSG-Spielerin Müller ereignete sich in der 39. Minute, als die Huderin auf dem Weg zum möglichen 13:16 war. Schmidt regte sich danach über den ausbleibenden Pfiff dermaßen auf, dass er erst die Gelbe Karte und dann eine Zeitstrafe kassierte. „Kommt weiter, wir lassen uns nicht aufhalten“, peitschte er seine Spielerinnen an.
Zu diesem Zeitpunkt liefen die Gastgeberinnen immer noch dem Vier-Tore-Rückstand aus der ersten Halbzeit hinterher. Und der resultierte aus den bereits erwähnten vielen Fehlern, die sich die HSG in der Offensive erlaubte. Nach einer 2:1-Führung, die Jessica Galle per Siebenmeter erzielte, lief nicht mehr viel zusammen. Dabei bestraften die Gäste jeden Ballverlust der HSG gnadenlos, so dass sie den Großteil ihrer Treffer über die erste und zweite Welle erzielten. Dass Hude/Falkenburg dennoch lange dran blieb, lag wieder einmal an der großen Kampfkraft der Mannschaft, die bis zur letzten Minute nicht aufsteckte. „Das hat die Spielerinnen die gesamte Saison über ausgezeichnet“, lobte Schmidt die herausragende Moral der HSG.
Und so konnten die Fans tatsächlich auch in der zweiten Halbzeit noch darauf hoffen, dass ihre Mannschaft das Spiel drehen würde. Galle verwandelte einen Siebenmeter zum 13:16, Svenja Stapoisky traf ebenfalls vom Punkt zum 14:17 (44.). Danach nutzte Travemünde jedoch eine weitere Überzahlsituation, um sich mit zwei Toren fast schon vorentscheidend auf 19:14 abzusetzen (46.). In der letzten Viertelstunde versuchte die HSG zwar weiterhin alles, konnte die Begegnung jedoch nicht mehr umbiegen.
