Neuenburg/Jever - In der Handball-Landesliga waren die Männer der HSG Neuenburg/Bockhorn und Frauen der HG Jever/Schortens im Kampf um den Klassenerhalt im Einsatz.

Männer: Wilhelmshavener HV II - HSG Neuenburg/Bockhorn 25:28 (15:14). Durch den Erfolg in diesem umkämpften Derby verließ die Mannschaft von HSG-Trainer Bernd Frosch das erste Mal seit langer Zeit wieder vorerst den letzten Tabellenplatz. Trotz weiterer Rückschläge im Spiel – Steffen Silk verletzte sich und fällt mit einer Sprunggelenksverletzung in den nächsten Wochen aus –, zeigten die Gäste vor allem in der zweiten Halbzeit großen kämpferischen Einsatz und siegten verdient.

In der ausgeglichenen ersten Hälfte hatten die Neuenburger im Angriff immer wieder Spielwitz und eine hohe Treffsicherheit gezeigt. Allerdings rieb sich die Mannschaft phasenweise sehr auf und musste für jedes Tor schwer arbeiten. Nach der Pause erwischte der WHV II den besseren Start (18:15), doch prompt schlugen die Gäste zurück und gingen ihrerseits mit 21:19 in Front. Diese Führung gaben die Neuenburger nicht mehr ab, weil die Wilhelmshavener immer mehr technische Fehler produzierten – auch wenn die Friesländer im Schatten eines möglichen Derbysieges ihrerseits immer nervöser wurden und diverse Fehlwürfe und Abspielfehler produzierten.

Frauen: HG Jever/Schortens - FC Schüttorf 23:25 (15:14). In Spiel eins nach Bekanntwerden des freiwilligen Rückzugs am Saisonende in die Weser-Ems-Liga, um dort mit einer verjüngten Mannschaft unter Trainer Markus Dröge einen Neustart anzugehen, hat die HG ihren Aufwärtstrend (zwei Siege in Folge) nicht bestätigen können. „Das war ärgerlich, auch weil die Halle gut besucht war“, bedauerte HG-Betreuerin Birgit Graalfs.

Nach der ausgeglichenen ersten Hälfte hatten die Gäste ihre Abwehr von 5:1 auf 6:0 umgestellt, daran bissen sich die Friesländerinnen die Zähne aus. Nur Jennifer Madena, die auch wegen ihrer acht Treffer diesmal die mit Abstand beste HG-Spielerin war, fand noch den Weg zum Tor. „Der Rest war diesmal im Angriff leider zu harmlos“, erläuterte Graalfs. So brauchten die Gastgeberinnen zehn Minuten, um überhaupt den ersten Treffer zu landen 16:18 (40.). Zudem wurden nur drei von sieben Strafwürfen verwandelt. Graalfs: „Das war ein gebrauchter Tag!“