Neuenburg - Die Landesliga-Handballer der HSG Neuenburg/Bockhorn haben den erhofften Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt im ersten von zwei Nachholspielen vor Weihnachten verpasst und stehen nur 48 Stunden später nun im Heimspiel gegen Tabellenführer TuS Haren schon unter Druck.

Die Friesländer unterlagen am Donnerstagabend im Heimspiel gegen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg mit 28:34 (17:14), obwohl sie bis zur 37. Minute beim Stand von 23:17 noch wie die sicheren Sieger ausgesehen hatten. Doch dann riss – wie schon bei der 21:27-Pleite in Bohmte – plötzlich komplett der Faden im Angriff. Mit einem 12:1-Lauf stellten die Gäste die Weichen auf Sieg.

„Dabei hatte es bis zur 37. Minute wirklich gut ausgesehen“, zeigte sich auch HSG-Torwart Florian Prill ratlos. „Die Deckung stand relativ sicher, und im Angriff lief es sehr zufriedenstellend.“ Co-Trainer Steffen Silk, der den abwesenden Bernd Frosch vertrat, hatte wenig zu korrigieren, da die HSG das Spiel bis dahin im Griff hatte. Prill: „Was dann aber folgte, war kaum zu verstehen.“

Die Gäste unterbanden das Angriffsspiel der Neuenburger, die ab der 45. Minute zudem auf Kreisläufer Tobias Kache verzichten mussten (3x2 Minuten), fast komplett. Sie erkämpften sich Ball um Ball und drehten binnen 15 Minuten durch Tempogegenstöße die Partie. Ein kurzes Aufbäumen, durch das die Friesländer noch mal auf drei Tore verkürzten, verpuffte.

„So gehen wir schweren Zeiten entgegen“, bilanzierte Prill und hofft im Heimspiel an diesem Sonnabend (19.30 Uhr, HRS-Sporthalle Zetel) gegen TuS Haren auf mehr Konstanz in der Angriffsleistung seiner Vorderleute.

Allerdings stellt der zweite Verbandsliga-Absteiger neben Grüppenbühren für den Tabellenelften noch einmal ein ganz anderes Kaliber dar. Schließlich hat Spitzenreiter Haren in dieser Saison als einziges Team noch keine Niederlage einstecken müssen.

HSG Neuenburg/Bockhorn: Prill, Lübkemann - Kube 2, Grimm 6, Thunemann, Bohlken 5/1, J. Silk 4/2, Wuttke 1, Langer 7, Kache 1, Baumbach, Köhler 2, Gärtner.