Varel - Die Oberliga-Handballer der HSG Varel bleiben in der Erfolgsspur. Am Samstagabend besiegte das Team von HSG-Trainer Arek Blacha und Co-Trainer Jochen Toepler den Aufsteiger und Abstiegsaspiranten HSG Heidmark am Ende deutlich mit 33:22. 520 Zuschauer sahen in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden einen glanzlosen Sieg der Gastgeber, die damit den dritten Tabellenplatz festigten. „Ich bin nicht mit allem zufrieden, doch am Ende steht mit elf Toren ein deutlicher Sieg“, resümierte Blacha nach der Partie.

Den Vareler Spielern merkte man schon vor Spielbeginn an, dass sie die Mannschaft aus dem Heidekreis auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen wollten. Auch der Auftakt in die Partie klappte, wie es sich die Verantwortlichen der Gastgeber vorgestellt hatten. Kai Schildknecht (1. Minute), Thies Hermann (5.) und Niklas Bachmann (6.) brachten die Vareler mit 3:0 in Führung. Doch in der Folgezeit tat sich das Blacha-Team gegen unorthodox spielende Heidmarker schwer. Den Gästen, die ohne ihren verletzten Torjäger Jonas Brandenburg angetreten waren, merkte man an, dass sie in der Pfeilerhalle nichts zu verlieren hatten. Teilweise ungestüm, aber mit Erfolg berannten sie die Vareler 6:0-Abwehr. Bis Mitte der ersten Hälfte ließ sich die Mannschaft von Trainer Lars-Eric Lütjens nicht abhängen, sondern konnte das Spiel zumindest bis zur 20. Minute (7:8) ergebnistechnisch offen gestalten.

Das hatte gleich mehrere Gründe. So versuchten die Vareler, den Spielrhythmus der vergangenen Wochen zu halten und spielten ihre Angriffe in gewohnter Manier aus. Doch bei den entscheidenden Pässen in die Nahtstellen oder auf die Außenpositionen fehlte mehrfach die entsprechende Konzentration. Zudem hatte Heidmarks Keeper Hauke Lens im ersten Spielabschnitt einen Sahnetag erwischt und entschärfte neun klare Chancen der Vareler, darunter einen Siebenmeter von Louis Kamp. Erst wieder zum Ende der ersten Hälfte konnten sich die Friesländer auf 13:9 absetzen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Varel zunächst unkonzentriert. Jonas Beuge und zweimal Linus Michaelis konnten den Rückstand der Gäste innerhalb von sechs Minuten auf 12:13 verkürzen. Zwei Zeitstrafen für Heidmark und die Einwechslung von Varels Torjäger Lukas Kalafut, der wegen einer leichten Armverletzung geschont werden sollte, brachten die Gastgeber endgültig auf die Siegerstraße. In der 47. Minute führte das Blacha-Team bereits mit 21:15. Als sich dann noch die beiden Gästespieler Michaelis (47.) und Paul Grittner (56.) nach zwei unnötigen Foulspielen die Roten Karten einhandelten, war der Drops endgültig gelutscht. Am Ende stand ein deutlicher und verdienter 33:22-Sieg der HSG Varel. „Ich bin froh, dass wir das über die Bühne gebracht haben“, sagte Blacha.

Bester Torschütze der HSG Varel war Hermann mit sechs Toren. Treffsicherster der Heidmarker war Nils Rosemann mit fünf Treffern, davon vier Siebenmeter.