HUDE - Mit vorbildlicher Moral und einem großen Siegeswillen hat die HSG Hude/Falkenburg das Kellerduell der 3. Handball-Liga beim SC Alstertal-Langenhorn gewonnen. Beim Schlusslicht siegte der Tabellenvorletzte mit 25:24 (14:15). Hätte sich der Verein nicht schon darauf verständigt, auf jeden Fall im nächsten Jahr in der Oberliga zu spielen, wäre der Klassenerhalt zumindest wieder im Bereich des Möglichen.

„Theoretisch können wir den VfL Stade noch abfangen, aber uns erwarten in den letzten drei Spielen ausschließlich Kracher als Gegner“, blickt HSG-Trainer Werner Rohlfs mit gedämpftem Optimismus auf den Liga-Endspurt. In den Partien gegen den SV Schwerin, den VfL Oyten und TSV Owschlag wird im Normalfall nichts zu holen sein. „Dennoch wollen wir auch gegen diese Mannschaften möglichst gut spielen und uns sportlich achtbar schlagen“, so Rohlfs.

Das ist den HSG-Frauen im Hamburger Stadtteil Langenhorn ganz gut gelungen. In der ersten Hälfte begann Hude stark und erzielte auch aus dem Rückraum einige Tore. Anja Mühlbach und Mareike Zetzmann fassten sich des Öfteren ein Herz und überlisteten die 5:1-Deckung der Gastgeberinnen. Die HSG führte nach 25 Minuten verdient mit 12:10. Bis zur Pause verlor das Team aber ein wenig den Faden und geriet zur Halbzeit mit 14:15 ins Hintertreffen.

In der zweiten halben Stunde begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Dies änderte sich erst in der Schlussphase, in der die Gäste Oberwasser bekamen. Das 24:22 (55.) war die Vorentscheidung, spätestens nach dem 25:23 in der letzten Minute war der Sieg der HSG Hude/Falkenburg eingetütet. Mit dem fünften Saisonerfolg verbesserte das Landkreis-Team die Bilanz auf 10:36 Zähler.

„Die Tabelle sieht mit einem zweistelligen Punktekonto schon schöner aus“, kann sich Werner Rohlfs mit der bisherigen Ausbeute durchaus anfreunden. Viel mehr aber freute den Handball-Lehrer, der auch in der kommenden Spielzeit das sportliche Sagen in Hude haben wird, dass seine Spielerinnen auf ihrer Abschiedstour in der 3. Liga weiter Charakter beweisen und das Optimum herausholen wollen.