HUDE - Fünf junge Frauen, die das Handball spielen verbindet: Seit ihrem fünften Lebensjahr spielen Imke Hegeler, Lisa Holder, Marilena Niemann, Nadja Wassrodt und Sina Wassrodt gemeinsam bei der HSG Hude/Falkenburg Handball. Die Spiele gegen den VfL Oldenburg waren dabei immer herausragende. An diesem Sonnabend (16 Uhr, Halle Rebenstraße) ist das Spiel in Oldenburg für die Spielerinnen der A-Jugend der HSG Hude/Falkenburg etwas ganz Besonderes, da es ihr letztes Punktspiel in der Jugend sein wird.
Gemeinsam sind die fünf Spielerinnen einen langen Weg gegangen. Seit der E-Jugend spielen sie zusammen. Seit acht Jahren werden sie dabei von ihrer Trainerin Sabine Kalla betreut. „Sabine ist ein besonderer Mensch“, schwärmt Sina Wassrodt. Ihre Schwester Nadja bestätigt das: „Wir sind dankbar, dass Sabine uns so lange trainiert hat. Das war eine schöne Zeit. Sie hat uns sehr viel beigebracht.“ Heute Nachmittag wollen die fünf noch ein Mal alles geben, um ihrer Trainerin genau das zu zeigen und sich mit einem Sieg aus der A-Jugend zu verabschieden.
Dass die A-Jugendmannschaft sich nach diesem Spiel auflöst, stimmt die fünf wehmütig. „Es ist schade, die anderen dann nicht mehr so oft zu sehen. Wir waren ein tolles Team", sagt Marilena Niemann. Am traurigsten stimmt sie alle, dass sie ab nächster Saison nicht mehr unter Sabine Kalla trainieren werden. Die Trainerin hat sie immer gefördert und gefordert. „An schlechten Tagen gab es schon mal einen Steigerungslauf und Linienläufe“, erinnern sich die fünf Feldspielerinnen, aber sie werden ihr Trainerin vermissen. „Uns ist es sehr wichtig, mit ihr in Kontakt zu bleiben und dass sie unseren sportlichen Weg weiter verfolgt", betont Nadja Wassrodt.
Zum Handball sind sie alle schon in jungen Jahren gekommen. „Bei mir kam das durch meine Mutter, die Trainerin bei der HSG ist", erinnert sich Marilena Niemann. Auch Sina und Nadja Wassrodt kamen durch ihre Mutter zum Handball. Besonders schön finden alle fünf an diesem Sport, in einer Mannschaft zu spielen, in der jede für die andere eintritt. „Es tut gut, sich beim Handball auszupowern", fügt Imke Hegeler hinzu. Wichtig ist ihnen vor allem der Teamgeist. Das sieht auch Lisa Holder so, die zwischenzeitlich ein Mal den Verein gewechselt hat, aber schnell wieder nach Hude zurückkehrte – ihr hatte der Zusammenhalt der Mannschaft gefehlt. Seit zwei Jahren spielen die fünf nun in der A-Jugend und sind in dieser Zeit in die Oberliga aufgestiegen. „Das war schon ein sportliches Highlight“, sagt Marilena Niemann. Gemeinsam mit Sina und Nadja Wassrodt hat sie es auch bis in die Niedersachsenauswahl geschafft.
Neben dem Sport verbindet die fünf nach den langen Jahren eine richtige Freundschaft. „Wir fünf ergänzen uns gut“, sagen sie alle unisono. Gemeinsam unternehmen sie viel und verbringen sie die Freitzeit.
In dieser Saison waren vier der fünf Handballerinnen einer Doppelbelastung ausgesetzt. Neben der A-Jugend spielten Imke Hegeler, Marilena Niemann, Sina Wassrodt und Nadja Wassrodt bereits auch bei den Frauen in der Oberliga mit, wo demnächst ihre sportliche Heimat sein wird. „Da ist die Konkurrenz natürlich größer und wir müssen uns anstrengen, um einen Platz zu bekommen“, sagt Imke Hegeler. Aber die Konkurrenz spornt auch an. Und alle wollen sich verbessern und vielleicht irgendwann den Sprung in die Handball-Bundesliga schaffen.
