HUDE - 26 Kilometer – das klingt erst einmal nicht viel. Doch wenn man sie mit relativ kurzen Armen im Wasser zurücklegen soll, schon. Den Kindern des Bergischen Schwimmclubs 68 macht das allerdings nichts aus. Seit Sonnabend ziehen sie eine Bahn nach der anderen im Huder Hallenbad – bis Freitag wird jedes Kind die 26 Kilometer erreicht haben.
Die 29 kleinen Schwimmer aus Overath und Rösrath bei Köln veranstalten mit ihren vier Trainern und Betreuern ein Trainingslager in Hude. Ein- bis zweimal am Tag schwimmen die Sieben- bis Zwölfjährigen sowie ihre drei 16- und 17-jährigen Mitstreiter im Hallenbad.
Die Betreuer sind von dem Service, der ihnen zuteil wird, begeistert: „Es klappt alles total unkompliziert“, erzählt Organisatorin Ulla Sienz. „Wir haben eigene Wasserzeiten bekommen, in denen die Öffentlichkeit nicht ins Bad darf, weil wir alle vier Bahnen brauchen“, sagt sie. „Uns wird kein Extrawunsch abgeschlagen. Wir können unser Gepäck dort einschließen, und das Personal ist ausgesprochen freundlich.“ Am Besten finden die Kinder das Drei-Meter-Brett. „Das haben wir zu Hause nicht“, erklärt Trainerin Nicole Haag.
Untergebracht ist der Besuch in der Huder Jugendherberge. Hier ist Betreuer Klaus Schreiber schon seit vielen Jahren Stammgast. „Ich bin immer mit meiner Tochter zum Reiten hergekommen“, erzählt er. „Für die Trainingslager mit den Kleinen suchen wir immer neue Ziele in Deutschland.“
In den bunten Bungalows haben sich die Nachwuchsschwimmer gut eingelebt. „Hier bleibt kein Wunsch offen, weil einfach alles schon da ist“, schwärmt Siez. „Es gibt Spielmöglichkeiten, und auf dem Sportplatz nebenan konnten wir unser Lauftraining abhalten. Und das Essen schmeckt so lecker, dass neulich für uns ein Nachschlag gekocht werden musste.“ Das Personal stelle sich voll und ganz auf die Gäste ein: „Die Essenzeiten wurden auf unser Training abgestimmt, und wir können auch unsere ganzen Handtücher trocknen.“
Für die Jugendherbergsleiterin Kirsten Jensen-Gentsch ist das selbstverständlich – auch wenn die Besucher aus dem Bergischen Land etwas Besonderes sind. „Gäste von so weit her sind schon exotisch“, sagt sie. „Aber Schwimmfreizeiten an sich sind wir schon gewohnt. Man muss sich eben flexibel auf seine Gäste einstellen.“
Und so organisierte Jensen-Gentsch für die Schwimmer auch noch eine Foto-Rallye, bei der sie Orte in Hude finden mussten, sowie eine Klosterführung und einen Ausflug ins Klimahaus in Bremerhaven. Doch auch in ihrer Freizeit zieht es die Kinder ins kühle Nass: „Am Besten war das Olantis in Oldenburg!“, sind sie sich einig.
