HUDE/FALKENBURG - Auch der zweite Akt der dreiteiligen „Mission Impossible“ endete ohne die ganz große Überraschung. Die HSG Hude/Falkenburg sieht sich in der Handball-Regionalliga nacheinander den drei Top-Teams der Staffel gegenüber und kassierte eine Woche nach dem ansprechenden 19:22 bei Wacker Osterwald am Sonntag in der neuen Ganderkeseer Sporthalle eine 30:42 (8:19)-Niederlage gegen Spitzenreiter TV Oyten.
Obwohl theoretisch der Klassenerhalt noch möglich ist, glaubt HSG-Betreuerin Gisela Meyerholz nicht mehr so fest an das Erreichen des rettenden Ufers: „Ich weiß nicht, ob wir noch so viel Hoffnung haben. Wir sind einfach zu unbeständig und hätten auf jeden Fall vor zwei Wochen gegen Arsten gewinnen müssen, um weiter im Rennen zu bleiben.“ Mehr als ein 20:20-Remis war dem Neuling gegen den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf aber nicht vergönnt gewesen.
Eine ganze Reihe an technischen Fehlern brachte Hude/Falkenburg gegen Oyten früh in Rückstand. Schon nach 14 Minuten hatte der Tabellenerste mit 10:1 die Nase vorn. Sina Wassrodt verkürzte kurz vor der Pause noch auf 6:14, aber unterm Strich musste Oyten den Vorsprung nur noch verwalten.
Die HSG ließ den Kopf im zweiten Durchgang trotz der ausweglosen Situation nicht hängen, bewies Moral und bot dem Titelanwärter über weite Strecken nun die Stirn. Die achtfache Torschützin Katrin Freese brachte die Gastgeberinnen acht Minuten vor dem Ende auf 25:32 heran, doch in den Schlussminuten zeigten die wieselflinken Gäste der HSG noch einmal die Grenzen auf. „Insgesamt elf Tempogegenstöße vollendete Oyten erfolgreich, das hat uns das Genick gebrochen“, fügte Meyerholz an.
Nächste Woche folgt für die HSG das undankbare Auswärtsspiel beim drittplatzierten VfL Wolfsburg um Spitzenspielerin Vilma Barsauskaite. Gleichwohl gibt das Hinspiel einen Funken Anlass zur Hoffnung, denn gegen den Titelaspiranten hatte sich der krasse Außenseiter Anfang Dezember ohne drei Leistungsträger sehr gut aus der Affäre gezogen und lediglich mit 21:27 den Kürzeren gezogen. Im Normalfall bleiben die Punkte allerdings in der Volkswagen-Stadt.
Richtig ernst wird es für die Huderinnen nach Ostern. Am 19. April muss in der Halle am Huder Bach gegen die HSG Hattorf/Schwiegershausen unbedingt der nächste Sieg her – Siegen oder Fliegen lautet dann das Motto für das Liga-Schlusslicht.
Statistik
HSG Hude/Falkenburg - TV Oyten 30:42 (8:19).
