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FREIZEIT Große Sprünge am Huder Bach geplant

STEPHAN ONNEN

HUDE - Große Sprünge vom „Backflip“ (Salto rückwärts) bis zum „Busdriver“ (volle Drehung des Lenkers) – das sollen Radsportler bald auch in Hude machen können. Daniel Beyrodt, der beim TV Hude ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, hat in Zusammenarbeit mit dem Kulturhof eine Initiative zum Bau einer Strecke für BMX-Räder und Mountainbikes gestartet. Zu einem ersten Planungstreffen fanden sich am Montagnachmittag sechs interessierte Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahren im Kulturhof ein. Sie werden gemeinsam mit Daniel Beyrodt das Vorbereitungsteam bilden, das nun ein Konzept erarbeiten soll. „Toll wäre es, wenn beim nächsten Mal noch ein paar Ältere dazu stoßen würden“, hofft Beyrodt auf weitere Unterstützung.

Mit dem Konzept will die Gruppe dann bei Bürgermeister Axel Jahnz vorstellig werden. Wenn die Gemeinde ein Grundstück zur Verfügung stellen könnte, „wäre das schon die halbe Miete“, weiß Daniel Beyrodt. Einen möglichen Standort für den aus Bodenwellen und Hügeln bestehenden Parcours hat er bereits im Visier: „Das Grundstück hinter der Mehrzweckhalle direkt am Huder Bach wäre ideal.“

Als Material für den Bau der Strecke wird vor allem Sand benötigt. Je mehr Sand, desto besser lässt sich das Gelände modellieren. Außerdem ist die Bahn dann unempfindlicher für Regen“, weiß Daniel Beyrodt. Beim nächsten Treffen will man sich daher auch über mögliche Sponsoren Gedanken machen. „Und ein Radlader zum Bewegen von Sand und Erde sollte auch aufzutreiben sein“, ist der 19-Jährige optimistisch. Beim Bauen der Anlage sollen die Kinder und Jugendlichen kräftig mit anpacken – „so kann eine richtige Szene entstehen“, ist Beyrodt überzeugt.

Das Befahren der Bahn ist jedoch nichts für „normale“ Fahrräder. Auf die Einhaltung der Vorschriften sollen die Jugendlichen möglichst selber achten. Gebaut werden sollen zwei „Lines“, eine leichtere Variante für Anfänger und eine anspruchsvollere für Fortgeschrittene.

Zu Letzteren gehört Daniel Beyrodt. Sein erstes BMX-Rad hat er vor fünf Jahren bekommen. Seit einem Jahr ist er aufs Montainbike gewechselt. Im Sommer tritt der Berner zwei- bis dreimal die Woche im Funpark Kattenturm oder auf der BMX-Bahn in Bremen-Nord in die Pedalen.

Die Idee, in Hude eine BMX-Initiative ins Rollen zu bringen, ist aus der Kooperation zwischen dem Turnverein Hude und dem Kulturhof entstanden. „Wir haben uns zusammengesetzt und überlegt, was man gemeinsam machen kann“, berichtet Daniel Beyrodt. Und weil bei der Gemeindejugendpflege bereits einige Jugendliche nachgefragt hatten, die gerne BMX-Sport betreiben möchten, kann Beyrodt nun sein Hobby in seine Arbeit als FSJ-Absolvent einbringen.

Interessierte können sich bei ihm unter 04406/5193 oder per Mail unter bmx-hude@arcor.de melden.

Akrobatische Manöver in der Luft

BMX

steht für „Bicycles Moto-Cross“ und bezeichnet Radrennen mit Spezialrädern auf Hindernisbahnen von bis zu 400 Metern Länge in offenem Gelände und das Vorführen akrobatischer Manöver in verschiedenen Parcours. Das ungefederte BMX-Rad ohne Gangschaltung ist dabei besonders stabil gebaut und unterliegt zahlreichen Sicherheitsvorschriften, wie z. B. Polster an Lenker und Rahmen. Die Laufräder müssen ein grobes Profil besitzen.

Die Funsportart

„Dirtjump“ (deutsch: „Schmutzsprung“) ist eine Variante des Radsports. Es bezeichnet das Springen über Erdhügel mit einem BMX-Rad oder einem Mountainbike. Ziel eines Sprungs ist es, in der Luft einen Trick zu machen. Bestes Baumaterial für künstliche Hügel ist Lehm, da er fest und beständig ist und sich gut formen lässt.
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