HUDE - Piraten fürchten weder Tod noch Teufel – Kühnheit und Kampfgeist sind in Kürze auch im Huder Naturbad gefragt. Das Waldschwimmbad will am Freitag, 1. August, ein Seeräuber-Spektakel starten. „Spiel und Spaß stehen im Vordergrund“, betont Schwimmmeister-Gehilfe Stefan Müller.

Die Veranstaltungsidee orientiert sich an der RTL-Fernsehshow „Entern oder kentern“ und erinnert an den Fernsehklassiker „Spiele ohne Grenzen“. Es sollen drei Teams mit jeweils bis zu 30 Teilnehmern gebildet werden, die einen acht Stationen umfassenden Piratenparcours zu bewältigen haben. Dabei wird die Mannschaft, die die Übung absolviert, von den anderen Teams nach Kräften am Erfolg gehindert.

Wie das funktioniert, probierte Stefan Müller mit einer Hand voll Helfern am Dienstag aus: Gemeinsam mit Marcel Pund und Jan-Gerrit Vogt versuchte er, sich mit einem Seil an einer Steigung hochzuziehen. Der Haken dabei: Der mit Schmierseife bearbeitete Folienboden ließ die Probe-Piraten immer wieder ausrutschen. Zudem sorgte Müllers Kollegin Wiebke Groenhagen mit ihrer Tochter Franka sowie mit Stella und Carmen, den Töchtern von Kiosk-Pächterin Susanne Jacobs, für „Störfeuer“ in Form von Wasserbomben. Beim echten Spektakel sollen die Störenfriede auch auf Kissen und Softbälle zurückgreifen können. In einem weiteren Spiel gilt es, vom Wasser aus das Drei-Meter-Brett zu erklimmen. Auch ein Plankenlauf über Bretter oder eine „Überfahrt zur Schatzinsel“ auf einer Schwimm-Matte gehören zu den Aufgaben. Den Probelauf am Dienstag nutzten Müller und Jacobs, um festzustellen, wie viel Zeit eingeplant werden muss. Das Spektakel soll am 1. August „um die Mittagszeit herum“, spätestens aber um 14

Uhr beginnen.

Mitmachen können Kinder ebenso wie Erwachsene. Die Teams werden spontan vor Ort zusammengestellt. Freizeit-Freibeuter können sich aber vorab anmelden – entweder persönlich an der Naturbad-Kasse oder unter 04408/7484. Jeder Pirat wird mit einem Kopftuch in den Farben seiner Mannschaft ausgestattet. Der Teamchef soll an einem Piratenhut zu erkennen sein. Eine stilechte Kostümierung ist gerne gesehen, jedoch nicht Pflicht. Die Teilnehmer werden mit Urkunden für ihren Einsatz belohnt.

Der Badebetrieb wird während der Veranstaltung nur kurzzeitig eingeschränkt. „Bei den meisten Spielen kann das Bad von den Gästen ganz normal genutzt werden“, erläutert Stefan Müller, der sich indes über viele Besucher, die die Teams anfeuern, freuen würde.

Zum Kentern bringen könnte die Planung nur noch das Wetter: „Wenn es regnet oder kalt ist“, so Müller, „macht so eine Veranstaltung keinen Sinn. Dann werden wir sie verschieben.“