HUDE - Beinahe wäre aus der 27. Teilnahme der Landjugend Sandersfeld am Ganderkesee Faschingsumzug nichts geworden. Auf dem Hinweg landete die rollende Pyramide fast im Graben – Schuld war die vereiste Fahrbahn auf dem Klenkereiweg. „Wir sind gerade noch rechtzeitig zum Stehen gekommen“, berichtet Arne Wachtendof. Somit blieben die prunkvolle Pyramide, Säulen und Statuen sowie vor allem die 51 Faschingsfans unversehrt.
Als ägyptische Königin Kleopatra zogen die Teilnehmerinnen beim Umzug die Blicke auf sich, während die mit Toga und Lorbeerkranz ausgestatteten Herren den römischen Regenten Cäsar gaben.
Zum Aufstieg auf den absoluten Faschingsthron reichte die phantasievolle Darstellung indes nicht: Bei der Wahl der schönsten Festwagen durch den Veranstalter kamen die Sandersfelder am Sonntag auf Rang sechs. Ein schöner Trost war indes das Zuschauer-Votum auf NWZ online: Dort landeten die Sandersfelder sogar auf Platz drei. Unabhängig von Platzierungen stand indes der Spaß im Vordergrund: „Und den hatten wir“, betont Arne Wachtendorf.
Vom Unfall im hinteren Feld des Umzugs, bei dem sich vier Menschen verletzten, bekamen die Kleopatras und Cäsaren ebenso wenig mit wie die Teilnehmer auf dem „Werner“-Comic-Wagen der Clique um Hergen Wenke. Beim Tanzen, Singen, Schunkeln und Kamelle werfen ganz vorne mit dabei waren auch die Huder Proseccohexen, die mit krummen Nasen und spitzen Hüten ebenfalls für Aufsehen sorgten. Bei den „Hexen“ handelt es um sich einen Frauen-Stammtisch, der sich regelmäßig im Huder Eiscafe „Italia“ trifft.
Die Teilnehmer vom Reitclub (RC) Hude feierten auf der Umzugsstrecke eine Apres-Ski-Party, was den Witterungsbedingungen durchaus angemessen war. Das Vereinskürzel stand diesmal für „rich“ und „crazy“.
Viel Mühe hatte sich auch die Landjugend Oberhausen gegeben – mit 30 Mitgliedern wurde das Thema „Asterix“ umgesetzt. Seit November hatten sie an dem Umzugswagen auf dem Hof Heinemann in Wüsting gewerkelt. Die Kostüme wurden von drei Mädchen genäht. Auch dickbäuchige Obelix-Darsteller und weißmähnige Druiden marschierten mit. Den Trecker, der das Gallier-Gefährt über die 3,7 Kilometer lange Strecke zog, hatte sich die Landjugend von Ralf Schierenstedt geliehen. „In diesem Jahr wurden wir kräftig von einigen Firmen unterstützt, bei denen wir uns herzlich bedanken“, sagt 1. Vorsitzende Lisa Meinen-Ebeling.
Ebenfalls mit originellen Beiträgen waren die Dorfgemeinschaft Nordenholzermoor sowie der TuS Vielstedt am Start.
Die meisten der Huder Teilnehmer werden auch nächstes Jahr wieder dabei sein. Und vielleicht schaffen es die ambitionierten Sandersfelder bei der 28. Teilnahme dann aufs oberste Treppchen.
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