Hude - Mitten in der Vorbereitung auf die neue Oberliga-Saison stecken die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg. Nur drei Wochen Pause hatte Trainer Timo Stein seiner Mannschaft nach der zurückliegenden Spielzeit gegönnt – auch während der Ferien wurde durchgezogen, wenngleich immer mal wieder einige Urlauberinnen fehlten.

Wo sich seine Mannschaft im Hinblick auf die neue Saison einordnen muss, weiß der Huder Trainer allerdings nicht. „Es wird auf jeden Fall noch schwieriger“, sagt der 39-Jährige, der im Februar bei der HSG eingestiegen ist. Einige Konkurrenten hätten stark aufgerüstet, während Hude/Falkenburg weiterhin mit dem altbekannten Problem zu kämpfen hat: ein kleiner Kader. „Da hat sich leider nichts verändert“, hält Stein fest und stuft einen Platz im oberen Mittelfeld als realistisch ein.

Mit zwölf Spielerinnen muss der Tabellenvierte der Vorsaison aktuell klarkommen, wobei Torhüterin Karen Tapkenhinrichs nach ihrem mittlerweile schon zweiten Kreuzbandriss immer noch nicht topfit ist. „Sie arbeitet hart am Comeback. Vieles ist dabei auch Kopfsache“, erklärt Stein, der mit einer Rückkehr der Torhüterin Ende September rechnet. Somit wäre in den ersten Saisonspielen Mareen Rump auf sich alleine gestellt. „Sie hat ein Verletzungsverbot“, schmunzelt der Coach. Die 19-jährige Keeperin, Neuzugang vom VfL Oldenburg, tritt in die (großen) Fußstapfen, die Katharina Woltjen nach ihrem Wechsel zum Drittliga-Aufsteiger VfL Stade hinterlassen hat.

Ebenfalls neu im HSG-Team sind Lisa-Marie Hillmer (22) von der TSG Hatten-Sandkrug und Mareike Tielemann (27) von der HSG Neuenburg/Bockhorn. Nadja Albes (zum TV Neerstedt) und Kristin Schulze (hört auf) stehen dagegen nicht mehr zur Verfügung. Die größte Sorge bereitet dem HSG-Coach die Besetzung der Außenpositionen. „Da haben wir ein massives Problem“, klagt Stein. Svenja Stapoisky sei auf der linken Seite die einzige echte Außenspielerin. Aus diesem Grund hat er sich bereits mit Inge Breithaupt, Trainerin der zweiten Mannschaft, darauf verständigt, dass Thalia Mahlendorf und Carina Kramer bei Bedarf immer mal wieder im Oberligateam aushelfen. Außerdem führe man aktuell Gespräche mit einer potenziellen neuen Spielerin. „Vielleicht ergibt sich da noch etwas“, hofft Stein.

Immerhin konnte die HSG die Betreuerposition neu besetzen: Hier tritt Florian Henning die Nachfolge von Sebastian Zwiener an.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)