Hude - Als besonders spektakuläres Handballspiel wird das Oberliga-Duell zwischen der HSG Hude/Falkenburg und dem TV Dinklage nicht in die Historie eingehen. Ganz im Gegenteil: Einmal mehr mussten die HSG-Frauen mit einem kleinen Kader auflaufen und konnten dem in Bestbesetzung angetretenen Gast aus Dinklage beim 26:26 (17:15) zumindest einen Teilerfolg abringen. In der schwülen Halle am Huder Bach mussten alle Spielerinnen mit den Kraftreserven haushalten.
Wesentlich mehr Bewegung ist bei der HSG Hude/Falkenburg hingegen in der Trainerfrage: Dean Schmidt wird, anders als zunächst angekündigt, das Zepter nun auch in der kommenden Saison übernehmen – allerdings nicht in Alleinregie. „Ich habe meine Zusage gegeben, um in einem Trainerduo mitzuwirken. Gesucht wird jetzt noch die zweite Person, auch da sind wir schon in guten Gesprächen“, sagte Schmidt. Als dritten Neuzugang verkündete er die Rückkehr des Huder Eigengewächses Malin Blankemeyer. Die Linksaußenspielerin kommt ebenso wie Rückraumspielerin Sarah Seidel und Kreisläuferin Laura Meyer von der TSG Hatten-Sandkrug zur HSG. „Wir sind jetzt noch auf der Suche nach einer Torhüterin und Verstärkungen auf den Außenpositionen“, sagte Schmidt.
Gegen Dinklage machte Hude/Falkenburg in der ersten halben Stunde jede Menge richtig und spielte den Tabellensechsten in den ersten Minuten an die Wand. Saskia Petersen traf zum schnellen 3:0 (3.), Jessica Galle erhöhte nach fünf Minuten auf 6:2. Galle war allgegenwärtig, zog im Rückraum die Strippen und hatte mit insgesamt elf Treffern maßgeblichen Anteil am Remis. Bis zur Halbzeit ging den Gastgeberinnen etwas die Puste aus, sie retteten aber einen Zwei-Tore-Vorsprung. „In der Pause sind wir an die frische Luft gegangen, um etwas Kraft zu tanken“, betonte Schmidt. Seine Mannschaft, die er unter anderem auch mit seiner Lebensgefährtin Judith Niewiora auffüllte – die frühere Drittligaspielerin trug sich auch einmal in die Torschützenliste ein –, hielt tapfer durch und hatte sogar den letzten Angriff. Beim Stand von 26:26 stand die Dinklager Abwehr allerdings sattelfest und ließ keinen Abschluss der fünftplatzierten Huderinnen mehr zu. Schmidt nahm das Remis gerne mit: „Da wir mit dem letzten Aufgebot antreten mussten, kann ich mit dem Unentschieden gut leben.“
