HUDE - Hoch her geht es derzeit bei den Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg: In den Playoff-Spielen um die Meisterschaft erreichte das Frauen-Team sensationell das Halbfinale – der Jubel ist nach dem Weiterkommen gegen Bayer Leverkusen groß. Und wird ein wenig überschattet von Sorgen um die Zukunft nach dem Wegfall des Hauptsponsoren, der Beluga-Reederei. Im Schatten des Trubels bei dem regionalen Aushängeschild geht es zwei Klassen tiefer zwar etwas gelassener zu – dennoch werden sich die HSG Hude/Falkenburg und die VfL-Zweitvertretung im Drittliga-Derby an diesem Sonntag (16.30 Uhr, Halle am Huder Bach) nichts schenken.

„Die Luft ist sicherlich schon ein wenig raus, da wir den Klassenerhalt vorzeitig geschafft haben und nicht mehr zwingend auf jeden Punkt angewiesen sind“, räumt HSG-Trainer Werner Rohlfs eine gewisse Lethargie ein. Dennoch hofft der Handball-Lehrer, der seine Tätigkeit in der Klostergemeinde auch in der kommenden Spielzeit fortsetzen wird, auf eine ordentliche Leistung seines Teams gegen den Titelaspiranten: „Wir spielen zu Hause vor eigenem Publikum und wollen uns besser präsentieren als vor einer Woche bei der hohen Pleite in Owschlag. Und natürlich gibt es gegen Oldenburg auch den Derbycharakter.“

Gegen den Spitzenreiter rechnet Rohlfs mit einer kniffligen Aufgabe: „Wir werden gegen viele Tempogegenstöße ankämpfen müssen. Außerdem geht es gegen eine körperlich robuste Mannschaft – da müssen wir gegenhalten.“ Dieses Vorhaben ging im ersten Aufeinandertreffen schief: Die HSG Hude/Falkenburg kam im Hinspiel bei der 18:27-Niederlage besonders in der Offensive nur bedingt zum Zuge.

Da der Druck im Abstiegskampf dank des erreichten Saisonziels nun aber verflogen ist, fällt es den Spielerinnen möglicherweise leichter, sich dem hohen Favoriten von der Hunte gegenüber zu stellen. Für Nele und Merle Osterthun ist es zudem ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Verein.

Unterdessen werden bei der HSG bereits die Planungen für die nächste Serie zielstrebig angegangen. Nach der Verpflichtung von Nicole Lindner (TuS Arsten) sowie der Vertragsverlängerung mit Trainer Werner Rohlfs sollen in den nächsten Tagen und Wochen weitere Nägel mit Köpfen gemacht werden. „Wir benötigen weitere Verstärkungen und erwarten in den nächsten Trainingseinheiten die eine oder andere Spielerin, die bei uns vorspielt“, erklärt Rohlfs.