Hude - Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg sind etwas außer Tritt geraten. Das 31:34 (17:22) beim TV Dinklage war die zweite Auswärtsniederlage in Folge. „Durch eigene Unkonzentriertheiten und überhastete Würfe haben wir uns selbst um Zählbares gebracht“, erklärte HSG-Trainer Lars Osterloh. Das Kernproblem sei die Abwehr: „Da fehlte die letzte Konsequenz.“
Im Verfolgerduell gegen den Tabellenvierten sahen sich die Gäste von Beginn an einem hohen Druck der Gastgeberinnen ausgesetzt. Dinklage legte schnell ein 4:0 vor. Hude/Falkenburg benötigte fast vier Minuten, ehe Lisa-Marie Hillmer den ersten HSG-Treffer zum 1:4 markieren konnte.
Es war der Auftakt eines kleinen Zwischenhochs, der im 5:6 durch Mareike Zetzmann (11.) mündete. Der Ausgleich wollte allerdings nicht gelingen – auch nicht im weiteren Verlauf der Begegnung. Dinklage erwies sich als starke Heimtruppe, die im ersten Durchgang von Jana Stromberg getragen wurde. Die Rückraumschützin, die von Lisa Maus in Manndeckung genommen wurde, erzielte in den ersten 24 Minuten neun Tore und brachte ihr Team auf Kurs. Dass die beste Oberliga-Torjägerin kurz danach wegen eines Fouls an Maus die Rote Karte sah, kam der HSG auf jeden Fall entgegen. Maus konnte nach dem unglücklichen Zusammenprall mit ihrer Gegenspielerin wegen einer Schwellung am Bein nicht weiterspielen.
Hude/Falkenburg gestaltete das Spiel nach Wiederbeginn weitgehend ausgeglichen, schnupperte auch oft am Ausgleich, etwa nach dem 22:23-Anschlusstreffer von Lena Faske (38.). Dinklage ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen und erkämpfte sich immer wieder ein kleines Zwei- oder Drei-Tore-Polster. Spätestens beim 29:34 durch Anne Kolbeck war die Pleite für die Gäste besiegelt.
Neben Lisa Maus fiel während des körperbetonten Duells auch Lena Faske nach einem Zweikampf verletzungsbedingt aus. „Das kommt jetzt wirklich knüppeldick, schließlich haben wir derzeit ohnehin nur eine dünne Personaldecke“, sagte Trainer Osterloh.
