Hude - Kurz vor der Zielgeraden blühen die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg noch einmal so richtig auf. In der vorletzten Saisonbegegnung spielte das Team den Wilhelmshavener SSV an die Wand und gewann auswärts mit 37:19. Zur Pause leuchtete gar ein 22:5 für die Gäste auf der Anzeigetafel. Wilhelmshaven konnte der wie entfesselt aufspielenden Huder Truppe zu keiner Zeit das Wasser reichen. „Meine Mannschaft hat richtig Spaß gehabt und früh die Weichen auf Sieg gestellt“, sagte HSG-Coach Dean Schmidt nach dem Schützenfest an der Jade. Mit dem fünften Triumph in Folge verbesserte sich Hude/Falkenburg mit 32:18 Zählern auf den siebten Platz.

Die HSG-Frauen legten in Wilhelmshaven los wie die Feuerwehr. Über ein 3:0 (5. Minute) und 5:1 (10.) sorgte der Favorit gegen den Tabellenzwölften schnell für klare Verhältnisse. Ashley Butler zwang mit ihrem Treffer zum 9:2 die Gastgeber zur ersten Auszeit (15.). Am Spielverlauf änderte sich nichts – es blieb auch weiterhin ein Klassenunterschied. Bereits nach 22 Minuten gingen die Huderinnen durch Lisa-Marie Hillmer erstmals mit zehn Toren Differenz in Front (15:5/23.). Und es kam noch dicker für Wilhelmshaven, denn mit weiteren sieben Treffern zum 22:5 schloss die HSG die überragende erste Hälfte ab.

„Wir haben über eine starke Abwehr nie nachgelassen. Wilhelmshaven hatte dem nichts entgegenzusetzen“, freute sich Schmidt über den rundum gelungenen Auswärtstrip. Torhüterin Katharina Woltjen erwies sich im ersten Abschnitt zudem als zuverlässiger Rückhalt. Aber auch Tabea Westermann, die nach Wiederbeginn das Huder Gehäuse hütete, schloss sich der tollen Leistung ihrer Mitspielerinnen an.

Nach der Pause schaltete die HSG streckenweise einen Gang zurück, so dass der WSSV das Resultat etwas freundlicher gestalten konnte. „Mit einer konsequenten Chancenverwertung hätte es auch noch höher ausgehen können. Nach einer solchen ersten Hälfte ist aber verständlich, dass das Tempo später nicht mehr so hoch war“, erklärte Schmidt. Mareike Zetzmann war mit zehn Toren die beste Huder Werferin. Butler war in der jederzeit fairen Partie, in der es keine einzige Zeitstrafe gab, sieben Mal erfolgreich.

Das Heimspiel gegen den VfL Stade bildet am nächsten Sonntag den Schlusspunkt der Saison. Schmidt rührt schon die Werbetrommel für das Duell gegen den Dritten: „Auf das Spiel freuen wir uns ganz besonders. Wir wollen unseren Zuschauern gegen Stade noch mal etwas bieten.“